Heike Heike, Volontärin, Größere Tageszeitung

Volontärin
bei Größere Tageszeitung

Heike Heike, Volontärin, Größere Tageszeitung

Volontärin, Größere Tageszeitung

Was macht man eigentlich mit Soziologie? Worum geht es im Soziologiestudium? Heike hat Soziologie studiert und erzählt hier über ihr Soziologiestudium und die Berufschancen mit Soziologie. Nach Ihrem Studium arbeitet sie nun als Volontärin bei einer größeren Tageszeitung. Das spannendste an ihrem Job ist für sie, dass fast jeden Tag neue Themen anstehen und so eine große Abwechslung im Alltag herrscht.

Deine Schulzeit

Was für ein Typ Schüler warst du?

Ich war eine faule Schülerin. Eigentlich von Beginn meiner Schulzeit an. Alles andere war wichtiger. Hausarbeiten habe ich nur im Notfall gemacht, wenn ich morgens keine Zeit mehr hatte, sie im Bus abzuschreiben. Wenn es zum Schuljahresende eng wurde, habe ich nochmal Gas gegeben und dann auch recht gute Noten erzielt.
Sport ist mir immer leicht gefallen. Ethik, Deutsch und Gemeinschaftskunde haben mich in der Oberstufe mehr interessiert. Physik und Chemie lagen mir nicht so sehr.
Meine Schwächen und Stärken waren mir zur Schulzeit nicht wirklich bewusst.

Was hast du nach deinem Schulabschluss gemacht?

Nach dem Abitur habe ich ein freiwilliges soziales Jahr in einer Reha-Klinik absolviert. Nach der praktischen Tätigkeit war mir bewusst, ich will wieder was für meinen Kopf machen und erst einmal studieren.
Heute würde ich das FSJ ins Ausland verlegen.

Deine Studienzeit

Bild: Volontärin Zeitung

Was hast du studiert und wie kam es zu deiner Studienwahl Soziologie?

Ich hatte nie genaue Berufswünsche. Psychologie hatte mich immer interessiert. Jura hätte mich auch gereizt, aber für beide Fächer habe ich mich zu schlecht eingestuft.
Mein Bruder hatte mir den Vorschlag unterbreitet, Soziologie zu studieren, da es der Psychologie ähnelt, aber nicht nur auf der individuellen Ebene angesiedelt ist. So ist es dann auch gekommen. Ich habe Soziologie in Heidelberg studiert und meine zusätzlich zu erbringenden Creditpoints mit Psychologie erlangt. Die Wahl des Studienortes war zum einen durch die Attraktivität der Stadt bestimmt, zum anderen war es nur eine Stunde von meiner Heimatstadt entfernt, wo mein Freund lebte.
Das Lernen auf die Prüfungen des ersten Semesters fiel mir ein wenig schwer. Nie war ich es gewohnt, so viel zu lernen. Der Ehrgeiz hatte mich zumindest soweit gepackt, dass ich einigermaßen vernünftige Noten erzielen wollte und das auch dann (ohne mich zu überarbeiten) gut geschafft habe.
Das Studium haben meine Eltern finanziert. Im Master habe ich angefangen, als Werkstudent zu arbeiten und hatte so ein ordentliches Taschengeld.

Was genau macht man im Soziologiestudium?

Im Bachelor eignet man sich vor allem die klassischen Theorien der Soziologie an. Stets wird betrachtet, wie die Gesellschaft funktioniert, wie sie sich aufbaut und verteilt, was Werte und Normen sind und wie diese Menschen leiten. Man betrachtet, wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion usw. zusammen wirken. Zudem befasst man sich mit Statistiken und fragt sich, was einander bedingt. Wie zum Beispiel die Frage, ob das Körpergewicht durch Arbeitslosigkeit steigt oder andere Faktoren wirken.
Im Master habe ich mich auf Personal- und Organisationsentwicklung spezialisiert, was auch in Heidelberg angeboten wurde. Dort erhielt ich auch Seminare zur systemischen Beratung.
Nur während des Bachelors ist ein Praktikum von 8 Wochen verpflichtend. Während des Masters habe ich aber zusätzlich ein Praktikum von 6 Monaten gemacht und habe dafür ein Semester ausgesetzt. Danach habe ich als Werkstudent gearbeitet. Auf dem Arbeitsmarkt ist es eigentlich nur entscheidend, was du praktisch schon an Erfahrungen gesammelt hast. Es ist kaum relevant, welche theoretischen Erkenntnisse du während des Studiums erlangt hast. Daher würde ich immer wieder dazu raten, frühzeitig mit Praktika anzufangen.

Was war im Soziologie-Master anders als im Bachelor?

Der Master hat mir mehr Spaß gemacht, da ein größere Praxisbezug hergestellt wurde- was jedoch auch an der Spezialisierung gelegen haben könnte.

Mit welchen Erwartungen hast du damals dein Studium begonnen? Wurden diese erfüllt?

Ich bin mit keinen großen Erwartungen an das Studium herangetreten, so dass ich kein Fazit ziehen kann. Jedoch war ich im Nachhinein mit Studium und Stadt zufrieden. Allerdings würde ich heute noch mehr Fächer / Seminare belegen.

Deine Tätigkeit als Volontärin bei einer Tageszeitung

Bild: Volontärin Tageszeitung

Wie kamst du zu deinem jetzigen Job als Volontärin?

Nach dem Studium habe ich ein Praktikum in China, Shanghai, gemacht. Kurz vor dem Praktikum und während des Auslandaufenthalts habe ich mich immer wieder bei Unternehmen beworben, mit dem Wunsch als Personalreferent arbeiten zu können. Die Rücklaufquote fiel gering aus, trotz guter Abschlussnoten. Der Markt scheint begehrt zu sein. In China habe ich zufällig eine Redakteurin der Tageszeitung getroffen, wo ich nun arbeite. Sie erzählte mir von ihrer Arbeit als Journalistin und weckte dabei meine Neugier für dieses Berufsfeld. Ich bewarb mich bei der Zeitung, absolvierte ein Praktikum und mache nun ein zweijähriges Volontariat.

Wie sind die Berufschancen mit deinem Soziologie-Studium?

Das Studium ist sehr breitgefächert. Je nach Interessenlage ist leichter oder schwieriger. Viele wissen nicht, was Soziologen lernen, so dass sie mit dem Abschluss wenig anfangen können. Daher lohnt es sich, schon frühzeitig sein eigenes Profil herauszuarbeiten.

Was macht Dein Unternehmen und wie ist es dort zu arbeiten?

Es ist eine Tageszeitung mit einer Auflage von ca. 40000. Es gibt kaum Hierarchien außer gegenüber der Chefredaktion.

Was machst du genau in deinem Job als Volontärin?

Als Volontär durchläuft man die verschiedenen Redaktionen, wie die Nachrichten-, Lokal- oder Journalredaktion. Entweder man arbeitet mit Agenturtexten, muss Seiten layouten oder recherchiert Themen und berichtet darüber. Das Spannende an dem Job ist, dass man sich jeden Tag mit neuen Themen befasst und sich dort hineinarbeiten muss.
Für den Journalismus sollte man kontaktfreudig und neugierig sein. Ein Gefühl für Sprache haben und gewillt sein, sich auch in Themen einzuarbeiten, die einen privat sonst nicht interessieren würden.

Was würdest du deinem jüngeren Ich raten?

Fleißiger in der Schule sein, so dass nur man selbst bestimmen kann, welchen Beruf man erlernen will und nicht das Abschlusszeugnis. Frühzeitig in so viele Arbeitsbereiche wie möglich hineinschnuppern, um sich ein Bild zu machen, was einem Spaß macht.

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