Benjamin Koster Benjamin Koster, Investmentbanker bzw. CEO, Investmentbank bzw. Startup, München, Deutschland

Investmentbanker bzw. CEO
bei Investmentbank bzw. Startup
München, Deutschland

Benjamin Koster Benjamin Koster, Investmentbanker bzw. CEO, Investmentbank bzw. Startup, München, Deutschland

Investmentbanker bzw. CEO, Investmentbank bzw. Startup

Nach seinem VWL Studium hat Benjamin ein Praktikum im Investment-Banking gemacht und danach als Investmentbanker gearbeitet. Danach hat er sein eigenes Startup gegründet. Er erzählt wie VWL studieren ist. Das Studium der Volkswirtschaft hat er an der LMU München absolviert. Wie man Investmentbanker wird und was eine Ausbildung als Investmentbanker mit sich bringt erklärt er ebenfalls.

Die Schulzeit

Was für ein Typ Schüler warst du?

Meine Noten waren ziemlich gut. Mir sind die Sachen aber nicht zugeflossen, d.h. es war viel Lernen und Zielstrebigkeit angesagt.Ich hatte mit Kunst meine Schwierigkeiten, Mathe und Sport hingegen lagen mir sehr. Meine Selbsteinschätzung war denke ich schon ganz gut, was sich in der Wahl meiner Fächer in der Kollegstufe widerspiegelt hat. Sport als Leistungskurs war zwar etwas unter meinem Notenschnitt, aber das Fach würde ich immer wieder belegen, weil ich einfach extrem viel Spaß daran hatte.

Was hast du nach deinem Schulabschluss gemacht?

Naja, sofort kann man ja den längsten Sommer seines Lebens nicht nennen, wenn man im Mai Abi macht und im Oktober erst zum Studieren anfängt.Ein bisschen Urlaub im Ausland (Italien, Ungarn, Türkei) war absolut dabei :) Es hat mein Leben in sofern beeinflusst, als dass ich mittlerweile extrem oft reisen möchte und ständig Fernweh habe. U.U. würde ich evtl. noch ein Jahr work and travel in Australien einlegen, aber damals hat mir das Geld dazu gefehlt.

Die Studienzeit

Was hast du studiert und wie kam es zu deiner Studienwahl?

Ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht mehr, wie es dazu kam. Schon in der 11. Klasse war es mir klar, dass ich VWL studieren werde (und damals gab es noch gar kein G12). Ich wollte etwas mit Wirtschaft machen, aber BWL war mir zu wenig mathematisch und zu viel auswendig lernen. Den Ort habe ich ebenfalls einerseits deswegen gewählt, weil die LMU in VWL Rankings ganz vorne dabei war und auch aus praktischen Gründen, weil ich dann zumindest zu Beginn des Studiums noch Geld sparen konnte und zu Hause wohnen konnte. Mein Studium habe ich durch Nachhilfe geben / HiWi-Jobs an der Uni und Werkstudententätigkeiten finanziert. Meine Praktika waren auch ziemlich gut bezahlt. Als zehnjähriger weiß ich das nicht mehr so genau. Ich weiß nur, dass ich in der 2. Klasse (also mit 8 Jahren) mich an Fasching als Business-Kaspar (also mit Anzug und Aktentasche) verkleidet habe, als die anderen Kinder eher Ninja Turtles und Superman waren.

Was genau macht man im Studium?

VWL ist eine ziemlich mathematische Disziplin. Man legt zu Beginn die Grundlagen mit Mikro- und Makroökonomie (also die Auswirkung einer Entscheidung eines Einzelnen bzw. des Kollektivs auf Unternehmen, Staaten usw.). Das gelernte kann man jedoch auf sehr vielfältige Weise anwenden. Für mich ist das, was ich in einer der ersten Vorlesung über Opportunitätskosten gelernt habe, immer noch wichtig. Wenn wir einen Praktikanten einstellen, entlastet er dann über das Praktikum jemanden oder ist der Zusatzaufwand, den man aufbringen muss, um ihn einzulernen / Fehler zu verbessern so groß, dass man an sich keinen Zeitgewinn hat. Das hört sich vielleicht hart an, aber wir sind ein Start-up und wir müssen uns jeden Aufwand finanzieller und zeitlicher Natur ganz genau anschauen. Die spannendsten Fächer waren für mich Portfoliotheorie, Spieltheorie, Auktionstheorie und International Monetary Economics. Die letzen beiden habe ich während meines Erasmus-Jahres belegt. Das Jahr hat mich absolut geprägt. Ich war lange weg von zu Hause und neben den obligatorischen Parties habe ich es tatsächlich geschafft relativ viel für die Uni zu machen und auch ein wenig zu reisen.Die Ka rrierewahl wurde davon wohl nicht beeinflusst, jedoch macht sich ein Erasmus Jahr, insbesondere wenn man im Englischsprachigen Bereich ist, sehr gut. Von meinen verbesserten Englischkenntnissen profitiere ich bis heute. Ich habe einige Praktika und Werkstudententätigkeiten gemacht, sowohl im In- als auch im Ausland. Meine zwei letzten Praktika (Family Office und Investment Banking) haben mich signifikant beeinflusst. Schon deswegen, weil ich das Investment Banking Praktikum gegen Ende des Studiums gemacht habe (es standen nur noch 2 Fächer und die Diplomarbeit aus). Am letzten Tag meines Praktikums bekomme ich ein Angebot vorgelegt, das mir genau zwei Wochen Bedenkzeit gibt. Da die Summe für einen Studenten echt hoch war, ich mich im Praktikum sehr gut gefühlt habe und keine Chance hatte in zwei Wochen Alternativangebote zu bekommen, war es also über 3 Monate vor Studienende klar, wo ich weitermachen würde.

Mit welchen Erwartungen hast du damals dein Studium begonnen?

Ich wollte etwas lernen, das mir liegt, ich wollte Party machen, ins Ausland gehen und mich auf die große Welt danach vorbereiten. Das alles habe ich geschafft, nur mehr Party hätte ich noch machen können. Manchmal habe ich mein Studium ein wenig stressig gestaltet. Als ich im 2. Semester im Ausland war, habe ich nur Fächer belegt, die bereits zur Hälfte des Semesters abgeschlossen waren (ich war somit Anfang Mai schon fertig), dann habe ich knapp 2 Monate ein Auslandspraktikum gemacht und im Juli noch 2 Fächer in Deutschland belegt. Wenn es die Studienfächer erlauben und es keine Anwesenheitspflicht ist, kann ich aber ein Praktikum während des Semesters echt empfehlen.

Der Job

Was ist deine Jobbezeichnung?

Geschäftsführer eines Start-ups

Wie kamst du zu deinem jetzigen Job?

Nein, ich habe schon einiges gemacht. Zuerst, wie oben erwähnt, bin ich ins Investment Banking, wo ich fast 5 Jahre bei zwei Banken war. Die zwei wichtigsten Kriterien waren viel Neues zu lernen und Geld zu verdienen. Zumindest zu Beginn. Das hat sich dann auch sehr gut erfüllt. Die Arbeitszeiten hätten ein wenig besser sein können. In Frankfurt war die 80 Stunden Woche die Norm, aber auch auf 117 Stunden habe ich es mal gebracht. Das macht dann irgendwann die Gesundheit nicht mehr so mit. Da ich in meiner zweiten Station weit weniger in Entscheidungsprozesse eingebunden wurde und meine Lernkurve stark abgenommen hat, wollte ich eine Veränderung und der Faktor Geld hat dann stark abgenommen. Ich wollte etwas eigenes starten. Die Lernkurve ist nach 2 Jahren immer noch sehr hoch und die Entscheidungen treffe ich nun selbst. Der verrückteste Job - k.A. Ist ein Wein-Sommelier verrückt?

Wie sind die Berufschancen mit deinem Studium und wie schwierig ist es deinen momentanen Job zu bekommen?

Die Berufschancen sind gut. Man kann sich eigentlich auf jede BWLer Stelle bewerben und da mich mein VWL Studium gelehrt hat zu denken, finde ich haben wir da gar keine schlechten Chancen. Das größte Hindernis war die Bereitschaft auf Geld zu verzichten, nachdem ich doch relativ viel verdient habe. Eine Alternative wäre Private Equity gewesen, aber ich habe mich dann aus laufenden Bewerbungsprozessen zurückgezogen und habe die Selbständigkeit gewählt.

Was macht Dein Unternehmen und wie ist es dort zu arbeiten?

Wir optimieren die Reisekosten für unsere Kunden. Wir versuchen die Kosten für unsere Kunden zu senken.

Was machst du genau in deinem Job?

Planung / Organisation / Finanzen / Vertrieb

Was findest du ist das Spannendste an deinem Job?

Jeden Tag etwas Neues zu lernen.

War der Job auf deinen Studiengang zugeschnitten oder kann man auch etwas anderes machen, um in deinem Bereich tätig zu werden?

In England stellen sie zum Beispiel im Investment Banking aus allen Studiengängen ein (ein Freund war Kunsthistoriker). Sich Selbständig machen kann auch jeder, aber eine wirtschaftliche Ausbildung ist definitiv von Vorteil.

Was würdest du deinem jüngeren Ich raten?

Ich denke ich würde alles genau so nochmal machen. Evtl. das Auslandssemester in Südeuropa, weil mir das Wetter dort besser liegt.

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