Helene Helene, Doktorandin Energiewirtschaft

Doktorandin Energiewirtschaft

Helene Helene, Doktorandin Energiewirtschaft

Doktorandin Energiewirtschaft

Was ist Informationswirtschaft? Helene hat ihren Bachelor in Informationswirtschaft am KIT gemacht, was ungefähr Wirtschaftsinformatik an anderen Hochschulen entspricht. Da ihr Informationswirtschaft dann doch zu IT-lastig war, ist sie im Master zu Wirtschaftsingenieurwesen am KIT gewechselt. Nach Abschluss hat Helene erst ein Traineeprogramm bei einem Energieversoger gemacht und hat nun angefangen zu promovieren.


Studienangebote

Deine Schulzeit

Was für ein Typ Schülerin warst du?

Im Großen und Ganzen war ich ein eher zielstrebiger Schüler. So habe ich meine Ansprüche generell eher hoch gehalten. Die naturwissenschaftlichen Fächer wie z.B. Mathe, Biologie oder Informatik sind mir sehr leicht gefallen. Bei den Sprachen und auch mit Deutsch und Musik tat ich mich etwas schwerer, aber das ging so weit auch.

Was hast du nach deinem Schulabschluss gemacht?

Nach einem Schulabschluss musste ich zum Glück keinen Zivildienst machen, da mich die Bundeswehr ausgemustert hat. So konnte ich direkt nach meinem Abitur mit meinem Studium anfangen. Dies war insofern auch kein Problem, da ich schon ziemlich genau wusste, was ich machen wollte und auch direkt einen Studienplatz bekommen habe.

Deine Studienzeit

Was hast du studiert und wie kam es zu deiner Studienwahl?

Nach meinem Abitur habe ich wie gesagt direkt angefangen Informationswirtschaft am KIT auf Bachelor zu studieren. Später habe ich dann noch einen Master in Wirtschaftsingenieurwesen an den Bachelor gehängt.

Schon während dem Abi war ich mir eigentlich über meine Interessen bewusst. Da hier vor allem Informatik und auch Wirtschaft ganz vorne lagen, lag der Studiengang Informationswirtschaft, welcher Informatik mit Wirtschaft als Mischfach verbindet ganz vorne. Wirtschaftsingenieurwesen im Anschluss habe ich dann gewählt, da mir Informationswirtschaft doch zu Informatik-lastig gewesen wäre. So konnte mich im Master auch mit anderen Inhalten, wie z.B. der Energiewirtschaft beschäftigen.

Das Studium konnte ich mir mit Hilfe meiner Eltern finanzieren. Aber zusätzlich habe ich mir noch ein Stipendium organisiert und auch neben her noch einige Zeit als Hiwi (Hilfswissenschaftler) am Lehrstuhl gearbeitet.

Was genau macht man im Studium?

Bachelor Informationswirtschaft:

Es ist wie gesagt ein Studiengang, der sowohl die Informatik, als auch das Wirtschaftliche miteinander verbindet. Hierbei hat man sehr viele Informatik-Grundlagen, welche oft sehr theoretisch und auch etwas trocken sind. Aber es gibt auch eher technisch und praktisch orientiertere Vorlesungen. Was also den technischen Part angeht hat man zwar ähnliche Fächer wie die Wirtschaftsingenieure am KIT, allerdings sind keine Ingenieurfächer dabei, was mir vor allem wichtig war.

Im wirtschaftlichen Bereich ist eigentlich auch alles dabei. Also von der normalen Betriebswirtschaftslehre die Euch etwas über mögliche Unternehmensformen etc. erzählt. Über die Volkswirtschafslehre, bei der es eher um die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge geht. Die Beispiele dabei sind meist etwas weit hergeholt, wie z.B. was passiert, wenn England nur noch Wolle und Frankreich nur noch Wein produziert. Bis hin zur Optimierung von Prozessen an Hand bestimmte Algorithmen.

Gänzlich überrascht war ich beim Bachelor Informationswirtschaft, dass der rechtliche Aspekt einen so hohen Stellenwert hat. So hat man durchaus einige, doch anspruchsvolle Rechtsvorlesungen. Das war mir vor Beginn nicht so klar.

Master Wirtschaftsingenieurwesen:

Diesen habe ich wie gesagt gewählt, da ich mich eher wirtschaftlich vertiefen wollte, statt noch tiefer in die Informatik eindringen zu müssen. Dabei kann man seine Schwerpunkte frei wählen und hat hier auch eine große Auswahl zur Verfügung. So konnte ich mich hier etwas mehr auf Wirtschaft, aber auch auf den Bereich Energietechnik fokussieren, was mich einfach super interessiert hat.

Generell kann man sagen, dass das KIT ein gutes außeruniversitäres Angebot hat, so dass man sich hier auch nebenher noch frei entfalten kann. Dies geht über Sportkurse bis hin zu den studentischen Unternehmensberatungen, welche meines Erachtens ziemlich anspruchsvoll sind. Dies alles führt dann auch zu einer persönlichen Weiterentwicklung, was sicherlich ein wichtiger Faktor des Studiums ist, jedoch über Vorlesungen und Klausuren alleine nicht geleistet werden kann.

Was war im Master anders als im Bachelor?

Im Master hatte ich einfach viel mehr Freiheiten. Dies gilt auf der einen Seite einfach für das organisatorische, aber auch wie gesagt für die freie Auswahl der Vertiefung.

Mit welchen Erwartungen hast du damals dein Studium begonnen und haben sich diese bewahrheitet?

Als Schüler hatte ich kaum Infos darüber, wie das Studium später sein wird. Somit kannte ich es eigentlich nur aus den Erzählungen meiner Eltern - allerdings haben sich diese Erzählungen aufgrund anderer Fächerwahl und anderer Generation kaum bestätigt. Im Grunde war es daher komplettes Neuland. Beim Bachelor war ich dann wie beschrieben vom Jura-Anteil überrascht.

Dein Job

Wie kamst du zu deinem jetzigen Job?

Zunächst war ich nach meinem Master direkt als Konzerntrainee bei einem Energieversorger tätig, um einen besseren (praktischen) Überblick über die Energiebranche zu bekommen.Debei habe ich in 15 Monaten die Energiewirtschaft und vor allem deren Zukunftsfelder in verschiedenen Geschäftsbereichen kennengelernt. Die Wahl der Praxisphasen konnte ich dabei dann auch nach meinen Vorstellungen gestalten. Ein netter Aspekt war auch, dass man Phasenweise mal raus aus dem Büro kam und direkt vor Ort z.B. bei der Stromzählermontage oder dem Verlegen von Gasleitungen dabei sein konnte. Dabei spielte ich schon stark mit dem Gedanken, nach dem Traineeprogramm zu promovieren.

Promovieren wollte ich, um einfach nochmal die Zeit zu haben, sich intensiv mit einer Thematik über mehrere Jahre auseinanderzusetzen, ohne den Druck zu haben, mit den Ideen kurzfristig Erfolg (Geld o.ä.) zu haben. Außerdem natürlich interessant, durch den Besuch von Konferenzen nochmal gut um die Welt zu kommen und weiterhin einen an das Studentenleben angelehnten Lifestyle zu genießen.

Wie sind die Berufschancen mit deinem Studium?

Es ist sehr einfach an einen Job zu kommen (je nach den eigenen Ansprüchen).

Was macht Dein Unternehmen und wie ist es dort zu arbeiten?

Wir sind ein eher kleines Unternehmen mit 6 Mitarbeiter. Somit haben wir auch eine sehr flache Hierarchie, was das Arbeiten sehr angenehm macht. Wir simulieren energiewirtschaftliche Fragestellungen. Dabei modellieren wir z.B. im Detail Windkraftanlagen, d.h. welche Einflüsse gibt es auf die Stromproduktion, wie wirken sich Wetteränderungen auf die Stromnetzbelastung aus etc... Wir simulieren viele mögliche Szenarien durch und können so, ohne es in der Realität zu testen, schon vorhersagen, wann es in welchen Fällen Probleme geben könnte und mit welchen Möglichkeiten man dies verhindern könnte.

Das Beste an meinem Unternehmen sind die Freiheiten, die einem gegeben werden (sehr wichtig für die Forschung!)

Was machst du genau in deinem Job?

An einem normalen Arbeitstag gehe ich gegen 10 zur Arbeit. Dort arbeite ich dann entweder an eigenen Forschungsthemen weiter oder treffe mich mit anderen Forschern, um dann an gemeinsamen Projekten weiterzuarbeiten. Meist geht der Arbeitstag etwas länger, wobei dies nicht gefordert ist sondern eher auf die eigene Motivation zurückzuführen ist, um mit Papern etc. weiterzukommen.

Das Spannendste ist die Modellierung von komplizierten Zusammenhängen in der Realität.

War der Job auf deinen Studiengang/ deine Ausbildung zugeschnitten?

Schon sehr stark darauf zugeschnitten.

Was würdest du deinem jüngeren Ich raten?

Unbedingt ins Ausland gehen und gerne auch in Kauf nehmen, dass das Studium dann länger dauert. Man achtet eigentlich kaum auf das Alter bei der Einstellung von Hochschulabsolventen.

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