Patric Schmid Patric Schmid, CEO, Enziano

CEO
bei Enziano

Patric Schmid Patric Schmid, CEO, Enziano

CEO, Enziano

Berufsaussichten mit Informatik beschreibt Patric Schmid, der Gründer von Enziano und ehemaliger Usability Engineer. Die Berufsaussichten mit Informatik haben zunächst bei seiner Studienentscheidung keine Rolle gespielt. Später arbeitete er als Usability Engineer, um sich dann im eigenen Wanderstartup Enziano selbstständig zu machen. Mit dem eigenen Unternehmen schafft sich nun seine eigenen Berufschancen.

Lest hier wie Patric von der Schule heraus nur grob seine Pläne verfolgt hat. Über Berufsaussichten mit Informatik hat er sich nicht viel Gedanken gemacht. Sein Interesse am Fach stand im Vordergrund. Dies führte auch dazu, dass er nun nach einigen Stationen im Angestelltendasein selbst gegründet hat.

Die Schulzeit

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Was für ein Typ Schüler warst du?

Ich war ein eher ruhiger und zurückhaltender Schüler, jedoch habe ich selten komplett Aufmerksam dem Unterricht gefolgt. Meist haben wir Ideen besprochen, uns über Computerspiele unterhalten oder Schlaf nachgeholt. Fächer, die ich logisch nachvollziehen und verstehen konnte sind mir meist leichter gefallen als abstrakte Zusammenhänge. In der Realschule war mir Mathe ein Graus, während es mir im Technischen Gymnasium dann eher verständlich war. Vielleicht auch dank meinem cleveren Tischnachbarn und meiner dauernden Suche nach logischem Verständnis von allem. ;) Was ich immer gut konnte, war die Kombination von Wissen aus verschiedenen Bereichen. Während der Schulzeit war mir das aber noch nicht so bewusst. Eine Stärke, die ich heute nicht mehr ganz so ausgeprägt habe ist das ruhig bleiben in stressigen und ungewohnten Situationen.

Was hast du nach deinem Schulabschluss gemacht?

Bis wenige Monate vor dem TG-Abschluss hatte ich ehrlich gesagt keinen Plan was ich machen möchte. Was mit Software und Computern war klar, aber nach einigen Praktikas bei denen ich eher rudimentäre Elektronik und PC-Aufgaben hatte war mir auch klar, dass ich das Thema noch vertiefen wollte und nicht „einfach nur eine Ausbildung machen“. Auf die Idee vorher noch ins Ausland zu gehen bin ich nicht gekommen. Mich hat immer schon neues Wissen und neue Dinge motiviert. Neue Erlebnisse, Aktivitäten oder Reisen wurden meist von extern ausgelöst. Ich würde es nicht anders machen, denn die vielen Erlebnisse während des Studiums in Konstanz sind zwar nicht im Ausland aber dennoch erinnerungswürdig.

Die Studienzeit - Wenn Berufsaussichten mit Informatik bei der Entscheidung keine Rolle spielen

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Was hast du studiert und wie kam es zu deiner Studienwahl?

Ich habe direkt nach der Schule das Bachelorstudium zum „Software-Engineer“ gemacht. Primär war es das eigene Interesse an Software-Entwicklung und PCs. Ich hatte bereits im TG in meiner Freizeit verschiedenste Software für mich selbst entwickelt und konnte das dann im Studium gut vertiefen. Etwas anderes zu tun als „Software“ ist mir ehrlich gesagt nie in den Sinn gekommen. Für den Studiengang „Software-Engineering“ standen glaube ich die Städte Konstanz und Heilbronn zur Auswahl. Ich bin sehr froh mich für den See und Konstanz entschieden zu haben. Finanziert wurde ich glücklicherweise durch meine Eltern, durch einzelne Nebenjobs und freiberufliche Projekte. Das hat mir sehr viel Freiheit ermöglicht und ich konnte dadurch auch praktische Berufserfahrungen sammeln die nicht nur primär durch Geld motiviert waren.

Was genau macht man im Studium?

Vor allem in den ersten Semestern war es anstrengend. Viele „Kickerfächer“ die Leute aussieben sollten, welche nicht 100% commitet sind oder nur Software-Engineering studieren wollten, weil sie „gerne Computer spielen“. Bei mir war es dann doch mal wieder Mathe, was mich fast zur Verzweiflung brachte, ich dann aber gerade noch mit einer Punktlandung bestanden habe. Wenn die ersten Semester aber erstmal überstanden sind und man sich und sein Lerngewohnheiten an den Semester-Rhythmus angepasst hat lässt es sich ganz gut leben. Ich kann nur jedem empfehlen spätestens am dem 3. Semester nicht mehr „Heim zu fahren“, sondern das volle Studentenleben, die WG-Partys und auch die gemeinsame Freizeit zu genießen. Macht euch nicht verrückt, euer Studium ist nicht alles – genießt auch die private Studienzeit, und sagt hinterher nicht „ach hätte ich mal…“.

Was war im Master anders als im Bachelor?

Der Riesenvorteil am Master ist die freiere Wahl der Fächer. Nach dem Bachelor auf der FH habe ich den Master an der UNI gemacht. Durch die viel größere Auswahl an Fächern und auch potenziellen Nebenfächern wie Psychologie, Wirtschaftswissenschaften und sonstiges was einen so interessieren könnte hatte ich auch im eigenen Fachbereich Informatik eine fast endlose Auswahl an Möglichkeiten. Ich konnte mich voll und ganz auf mein jetziges Spezialgebiet fokussieren. Usability – oder „wie benutzen Leute meine Software wirklich“ hat mich immer fasziniert. Der Master mit genau dieser Vertiefungsrichtung und Vorlesungen aus der Psychologie & Co. Haben dazu super gepasst.

Mit welchen Erwartungen hast du damals dein Studium begonnen?

Meine Erwartungen waren eher Fachlich, dass ich neue Dinge lerne, neue Möglichkeiten und bessere Methoden meinen Job zu tun. Das hat sich 100% erfüllt, obwohl in manchen Fächern recht veraltete Methoden übermittelt wurden – aber die Profs sind halt auch nur Menschen. Das Studentenleben an sich habe ich einfach auf mich zukommen lassen, und es hat mich begeistert. Viele neue Leute, die alle offen sind weitere Leute kennenzulernen, zu feiern und das Leben zu genießen.

Der Job - Wann man gute Berufsaussichten mit Informatik hat

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Was ist deine Jobbezeichnung?

Direkt nach dem Studium „Usability-Engineer“, mittlerweile bin ich Unternehmer

Wie kamst du zu deinem jetzigen Job?

Direkt nach dem Studium habe ich in einer Unternehmensberatung angefangen. Dort gab es sehr viele spannende Projekte und echt gute Kollegen. Leider war eine Grundvoraussetzung für eins meiner ersten Projekte von Montag bis Donnerstag beim Kunden vor Ort zu arbeiten. D.h. Montagmorgen mit dem Flieger hin, die Woche im Hotel wohnen und am Donnerstagabend zurück nach Hause. Auf der einen Seite ist das natürlich cool, auf der anderen Seite kommt dadurch sowohl das Privatleben zu kurz als auch Aktivitäten im Verein oder mit Freunden. Ich habe mich dann nach einem knappen Jahr entschieden, dass ich doch etwas anderes machen möchte und mich selbständig gemacht. Zuerst als freiberuflicher Usability-Berater wie ich auch während dem Studium schon unterwegs war, später dann mit unserem eigenen Produkt. Aktuell bin ich Geschäftsführer und technischer Leiter bei enziano – dem digitalen Marktplatz für Kletter- und Wanderführer.

Wie sind die Berufsaussichten mit Informatik und wie schwierig ist es deinen momentanen Job zu bekommen?

In der IT-Branche ist im Moment viel los. Immer mehr Branchen werden digitalisiert und automatisiert. Dadurch sind Informatiker im Allgemeinen sehr gefragt. Natürlich kommt es auch auf die eigene Qualifikation an und für welches spezifische Fachgebiet man sich interessiert. Aber ich denke wenn man einigermaßen motiviert und flexibel ist hat man sehr gute Berufsaussichten mit Informatik. Man sollte sich jedoch jetzt schon klarmachen, dass die Automatisierung auch vor der Softwarebranche nicht Halt machen wird.

Was macht Dein Unternehmen und wie ist es dort zu arbeiten?

Wir sind ein kleines Start-Up, das aktuell aus wenigen fest angestellten Mitarbeitern und mehreren freiberuflichen Mitarbeitern besteht. Wir entwickeln www.enziano.com – den digitalen Kletter- und Wanderführer im Web und als App. Wir ermöglichen den Autoren von Wanderführern ihre hochwertigen Inhalte und Wandertouren ins digitale Zeitalter zu bringen. Über unsere Webseite und unsere Apps kann ein Nutzer seine perfekte Wandertour finden und direkt online kaufen. Er erhält die hochwertige Qualität, die er aus den Büchern gewohnt ist und kann die Tourenbeschreibung entweder ausdrucken oder direkt auf seinem Smartphone mit an den Berg nehmen.

Was machst du genau in deinem Job?

Als technischer Leiter und Geschäftsführer des eigenen Unternehmens bin ich dafür verantwortlich, dass unsere Software (Webseite & Apps) gut funktioniert und entsprechend unseren Ideen und eingehendem Nutzerfeedback weiter entwickelt wird. Ich koordiniere unsere freien Mitarbeiter und sorge dafür, dass wir trotz unseres kleinen Budgets die bestmögliche Leistung bringen können. Neben den technischen Aufgaben kümmere ich mich aktuell außerdem darum, dass wir neue Verlagspartner gewinnen und bin dabei quasi in der Akquise tätig. Im eigenen Unternehmen kommt man, vor allem am Anfang, nicht darum herum alle Aufgaben zu machen die anfallen – egal ob man gerade Lust darauf hat oder nicht. Aber dennoch macht es Spaß das eigene Unternehmen aufzubauen und Schritt für Schritt wachsen zu sehen.

Was findest du ist das Spannendste an deinem Job?

Das Ziel des eigenen funktionierenden Unternehmens motiviert mich immer wieder. Vor allem, dass ich dabei meine eigenen Ideen zu unserem Produkt direkt mit einfließen lassen kann und nicht an Vorgaben eines Chefs gebunden bin. Jeden Tag Entscheidungen zu treffen, die nicht immer einfach aber immer spannend sind.

War der Job auf deinen Studiengang zugeschnitten oder kann man auch etwas anderes machen, um in deinem Bereich tätig zu werden?

Als Unternehmer ist man natürlich nicht nur mit den positiven und schönen Seiten einer Firma konfrontiert. Man hat regelmäßig finanziellen Druck, Verantwortung gegenüber Partnern und Mitarbeitern und natürlich auch ab und zu Zweifel, ob das was man hier macht überhaupt Potenzial hat in Zukunft zu funktionieren. Denn gerade in den ersten Jahren eines Unternehmens kann es jederzeit auch „aus“ sein. Aber trotzdem ist genau dieser „Roller Coaster“ an Gefühlen, den man sehr oft durchlebt auch genau der Antrieb weiter zu machen und neue Ideen zu entwickeln.

Was würdest du deinem jüngeren Ich raten?

Fange jetzt an, dich mit passivem Einkommen zu beschäftigen! Wie kannst du dein jetziges Wissen, deine Ideen oder deine aktuellen Fähigkeiten nutzen um etwas zu erschaffen, was dir in Zukunft regelmäßig Einkommen generiert. Jedes Unternehmen ist eine Maschine, die Arbeit und Einkommen generiert.

Denke in Systemen (Wie) und nicht nur in Zielen (Was), die du erreichen möchtest.

Wie kann ich einen Prozess/System entwickeln, dass mein aktuelles Problem jetzt und auch in Zukunft löst bzw. verhindert. Wie kann dieses System auch für andere Leute funktionieren?

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