Claudia (32) Claudia, Künstlerin und Tontechnikerin

Künstlerin und Tontechnikerin

Claudia Claudia, Künstlerin und Tontechnikerin

Künstlerin und Tontechnikerin

Musikwissenschaft zu studieren war zunächst keine Entscheidung, die sich Claudia leicht gemacht hat. Für das Studium der Musikwissenshaft entschied sie sich nach einem halben Jahr Pause nach dem Abitur. Eine ehrliche Meinung und Einstellung zu den Berufsaussichten mit Musikwissenschaft und viel Auslandserfahrung hat sie schließlich in die Jobs gebracht in denen sie jetzt als Künstlerin und Tontechnikerin tätig ist.

Die Schulzeit

Was für ein Typ Schüler warst du?

In der Schule hatte ich soweit ich mich erinnere fast nur gute Noten und interessierte mich so ziemlich für alle Fächer. Da ich während meiner Schulzeit einige Male ins Ausland ging, (Mit 12 Jahren machte ich einen Schüler-Austausch nach Uruguay, mit 15 einen nach Brasilien. Mit 17 dann ein Sozialpraktikum in einer Schule für Favela-.Kinder in Brasilien) musste ich danach viel Stoff nachholen - was es aber im Nachhinein 100% wert war! Meine Schwerpunkte in der Schule waren Musik, Mathematik und Englisch.

Was hast du nach deinem Schulabschluss gemacht?

Nach dem Abitur nahm ich mir ein halbes Jahr Zeit und schrieb mich dann etwas zweifelnd in die Studiengänge Musikwissenschaft (HF), Mathematik (NF) und Philosophie (NF) auf Magister Artium ein.
Im darauf folgenden Semester wechselte ich meine beiden Nebenfächer zu einem zweiten Hauptfach: Pädagogik. Mein Studium der Musikwissenschaft war geprägt von außerordentlichem Zeitdruck da es oft hieß: "Sie müssen diesen oder jenen Kurs in diesem Semester belegen, da er aufgrund der Bachelor-/Master-Umstellung nicht mehr angeboten wird. So entschied ich mich kein Auslandssemester zu machen, da man Musikwissenschaft zudem nicht an vielen Unis studieren kann.

Da mich mein Studium nicht komplett erfüllte, machte ich nebenher eine Ausbildung zum Heilenergetiker und Potentialberater, wobei es darum geht zwischenmenschliche Konflikte sowohl im privaten als auch im beruflichen und Unternehmens-Bereich zu verstehen und zu lösen. Arbeitete in einem Kinder- und Jugendcircus, sowohl als Artisten als auch als Trainerin und Choreografin. Nach einem zwei-Wöchigen Circusprojekt mit Sinti-u. Roma-Kindern in der Ukraine, das ein großer Erfolg wurde, bekam ich eine Anfrage ein Circusprojekt in einem indischen Waisenheim aufzubauen. So initiierte ich zusammen mit einem Team von 6 weiteren Circusartisten ein Circus-Projekt in Guwahati, Indien in Kooperation mit ChildAid Network, das sich bisher erfolgreich entwickelt.

Die Studienzeit - Warum man sich entscheidet Musikwissenschaft zu studieren

Was hast du studiert und wie kam es zu deiner Studienwahl?

Ich entschied mich für mein Studium zum einen aus meinem großen Interesse an Musik, zum anderen auch aus Hilfslosigkeit - ich hatte keine Ahnung was ich werden wollte. Für Pädagogik entschied ich mich aus Vernunft, um zumindest einen offiziellen Nachweis zu haben, falls ich mehr pädagogisch tätig sein wollte. Mein Studium habe ich über meine bereits erwähnten Nebenjobs im Circus finanziert.

Was genau macht man im Studium der Musikwissenschaft?

Im Studium hatte ich viele Vorlesungen - in denen ich leider meist geschlafen habe. Die praktischen und theoretischen Übungen in Musikwissenschaft jedoch haben mich immer begeistert. Sei es das Generalbaßspiel, Partiturlesen, Kontrapunkt oder Harmonielehre.

Mit welchen Erwartungen hast du damals dein Studium begonnen?

Ich habe mit den Erwartungen begonnen, dass ich wirklich nur relevante, wichtige Dinge lerne im Studium. Jetzt im Nachhinein sehe ich das nicht so. Die meisten Dinge, die ich gelernt habe, habe ich im Leben gelernt und nicht im Studium, da das dort vermittelte Wissen viel zu theoretisch und "lebensfern", vllt auch zu speziell war.

Der Job - Was macht man nachdem man Musikwissenschaft studiert hat?

Was ist deine Jobbezeichnung?

Ich bin freischaffende Künstlerin mit Job-Nebentätigkeiten

Wie kamst du zu deinem jetzigen Job?

Nach dem Studium bin ich für 3 Monate nach Rio de Janeiro gegangen, habe ein Praktikum bei Jocy de Oliveira, einer der ersten Komponistinnen für Zeitgenössische Musik, gemacht und in dieser Zeit Musik arrangiert und komponiert, die dann im Dezember erfolgreich im Rahmen des Circus-Musik-Weihnachtsvarietés aufgeführt wurde. Nach der Rückkehr begann ich direkt im im Bereich Musik zu arbeiten. Zum einen arbeite ich für ein kleines, hochqualitatives Klassik-Label, indem ich sowohl Aufnahmen mache, als auch Bürotätigkeiten erledige. Nebenher jobbe ich in einem Musikladen, in dem mein musikalisches Wissen sehr willkommen ist.
Ferner, sofern Zeit bleibt, arrangiere ich und komponiere ich Musik für Live-Auftritte.

Wie sind die Berufschancen mit deinem Studium und wie schwierig ist es deinen momentanen Job zu bekommen?

Es ist schwer einen Job als Musikwissenschaftler zu bekommen, da man sich sein Profil selbst erstellen muss.

Was macht Dein Unternehmen und wie ist es dort zu arbeiten?

Ich genieße die Arbeit in dem Label sehr, da es ein kleines Label ist und man somit persönlich ist. Ich kann sehr flexibel über meine Zeit entscheiden (à la "will ich heute aufstehen oder noch paar Stündchen weiterschlafen?"), bin aber auch gelegentlich für paar Tage auf Reisen, z.B. wenn Aufnahmen in einer anderen Stadt anstehen. Die Arbeit im Musikladen hingegen bietet mir die Möglichkeit ständig mit Musikern in Kontakt zu sein und bildet durch seine feste Arbeitszeit eine der wenigen Konstanten in meinem Leben.

Was würdest du deinem jüngeren Ich raten?

Ich würde jüngeren raten: Frühzeitiger als ich mit Praktika zu beginnen und sich nicht für dumm verkaufen zu lassen.

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