Robert Robert, IT-Architekt

IT-Architekt

Robert Robert, IT-Architekt

IT-Architekt

Robert hat zwar erst versucht Lehramt auf Physik und Mathematik zu studieren, aber dann gemerkt, dass dies für ihn abstrakt war. Das bewog ihn dann dazu Informatik dual in Karlsruhe zu studieren. Ein Studium verbunden mit direkter Praxis machte ihm dann mehr Spaß und führte zu seinem heutigen Job als IT-Architekt. Besonders spannend findet er die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu arbeiten und seine Arbeitsweise selbst zu gestalten.

Deine Schulzeit

Was für ein Typ Schüler warst du?

Generell hatte ich sehr gute Noten, obwohl ich mich eher als faulen Schüler charakterisieren würde. Ich habe zwar das nötigste für die Schule getan, aber selten etwas darüber hinaus. Ich war besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern sehr gut. Die sprachlichen Fächer fielen mir schwerer und haben mir auch weniger Spass gemacht.

Als meine Stärken würde ich anführen, dass ich gut logisch denken und Zusammenhänge verknüpfen kann. Außerdem kann ich mich sehr gut konzentrieren und aus vielen Informationen die Wesentlichen herausfiltern.
Ich würde von mir sagen, dass Ordnung definitiv keine Stärke von mir ist und ich unangenehme oder schwierige Arbeiten gerne aufgeschoben habe, wodurch ich die Fächer, die mir keinen Spass machten, eher vernachlässigt habe.

Was hast du nach deinem Schulabschluss gemacht?

Ich habe direkt im Oktober nach dem Abitur mit meinem ersten Studium angefangen. Ich war dadurch einer der Jüngsten im Studiengang und kannte die Welt nur aus der Sicht eines Schülers. Im Nachhinein betrachtet, würde ich nicht mehr direkt mit dem Studium anfangen, sondern ein halbes Jahr etwas anderes machen. Z.B. Zivildienst, ein Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum, falls man die Möglichkeit dazu hat. Einfach um andere Eindrücke und auch eine andere Sicht auf die Welt zu bekommen.

Deine Studienzeit

Bild: Hände auf Notebook

Was hast du studiert und wie kam es zu deiner Studienwahl?

Als kleiner Junge wollte ich immer Lehrer werden und habe auch erst in Karlsruhe auf Lehramt für Mathematik und Physik studiert, weil ich in diesen Fächern sehr gut war und sie mir in der Schule Spass gemacht haben. Ich merkte im zweiten Semester, dass dieses Studium nicht das Richtige für mich ist, weil ich mit der theoretischen Mathematik und Physik nichts anfangen konnte, aus der das Studium hauptsächlich bestand. Ich hatte mich im Vorfeld auch zu wenig mit meinem Studium auseinandergesetzt. Da ich seit der Grundschule Lehrer werden wollte, habe ich es einfach angefangen zu studieren.

Deswegen habe ich danach Informatik an der Dualen Hochschule in Karlsruhe studiert. Ich wollte umbedingt ein praktisch orientiertes Studium, bei dem man mit mathematischem und logischen Verständnis praxis-nahe Aufgaben löst. Auch die guten Berufsaussichten mit einem Informatik-Studium waren ein Kriterium für die zweite Studienwahl. Karlsruhe hat im IT-Umfeld für das Studium und auch hinsichtlich IT-Firmen viel zu bieten. Durch das Gehalt vom Partner-Unternehmen und einen Zuschuss von meinen Eltern kam ich finanziell gut zu Recht.

Was genau macht man im Studium?

Ich hatte technische Fächer wie Programmieren, theoretische Informatik, Algorithmen und Datenstrukturen, Webengineering, Rechnertechnik, Mathematik, Datenbanken, Betriebssysteme und Computergrafik. Dazu kamen weitere Fächer, die nichts direkt mit Informatik zu tun haben, aber für das spätere Arbeitsumfeld wichtig sind: BWL, IT-Recht, intercultural Communications, Geschäftsprozessdaten und Marketing.

Mir haben die technischen Fächer am meisten Spass gemacht und gleichzeitig waren diese auch die anspruchsvollsten.

Durch das duale Studium sammelt man automatisch praktische Erfahrung. Man arbeitet 50% der Zeit im Unternehmen mit und sammelt dort sowohl technische Erfahrung in der Praxis, als auch in den Unternehmensstrukturen.

Mit welchen Erwartungen hast du damals dein Studium begonnen?

Das duale Studium hat in der Hochschule das bestätigt, was ich erwartet habe. Ein Schul-ähnliches Umfeld: Unser Kurs hatte 60 Leute, die in 2 "Klassen" unterteilt waren, die aber bestimmte Wahlfächer gemeinsam hatten. So wie man das aus der Schule mit Parallelklassen kennt.
Das Arbeitsleben war für mich komplett neu und sehr anstrengend. Ich hatte keinen Ferienjob während der Schulzeit. Hier kam ich am Anfang total erschöpft nach Hause und bin direkt ins Bett gefallen.

Die Stadt Karlsruhe kannte ich schon, weil meine Schule nicht weit weg war (ca. 30km entfernt). Dementsprechend gab es hier keine großen Überraschungen.

Dein Job als IT-Architekt

Bild: Robert Schaaf

Wie kamst du zu deinem jetzigen Job?

Ich hatte schon durch das duale Studium 1,5 Jahre Berufserfahrung. Ich habe mich damals im Mai als ich am Anfang meiner Bachelorarbeit war schon bei meinem jetzigen Unternehmen beworben und zum Ende des Studiums am 1. Oktober nahtlos angefangen dort zu arbeiten.
Das wichtigste Kriterium für meine Jobwahl war, dass ich mir den Teil meines Studiums ausgesucht habt, der mir am meisten Spaß gemacht hat: Software-Entwicklung. Es ist ein vielseitiger Bereich, der viele Disziplinen des Studiums vereint, und in dem man kreativ und selbstständig arbeiten kann. Ich wollte bei einer großen Firma arbeiten, da diese gut bezahlen und eine gewisse Sicherheit des Arbeitsplatzes bieten. Dynamische Arbeitszeiten (Gleitzeit) war auch ein großer Vorteil.

Wie sind die Berufschancen mit deinem Studium?

Generell gibt es viele Stellenangebote in der IT und viele Möglichkeiten. Ich habe ab dem Zeitpunkt, ab dem ich einen Job gesucht habe, ca. 2 Monate gebraucht bis ich für diesen Job eine Zusage hatte. Generell kann man mit einem IT-Studium fast überall arbeiten, da es Fähigkeiten vermittelt, die in vielen Jobs zu gebrauchen sind.

Viel schwerer als den Job nach dem Studium zu finden, war für mich die Bewerbungsphase für das duale Studium. Die Studienplätze sind begrenzt, da Ihr euch direkt bei den Firmen bewerbt und diese Euch dann an der dualen Hochschule anmelden. Diese Bewerbungsphase hat sich ca. 5 Monate gezogen, wobei ich dazusagen muss, dass zu dem Zeitpunkt, als ich zu suchen begann, viele Stellen für ein duales Studium schon vergeben waren. Generell fangen vor allem die begehrten Firmen 1 Jahr oder noch länger im Voraus an die Bewerber für ein duales Studium zu sichten. Je früher man sich darum kümmert, desto bessere Chancen hat man.

Was macht Dein Unternehmen und wie ist es dort zu arbeiten?

Ich arbeite bei einem großen IT-Dienstleister in Deutschland, der auch in vielen europäischen und nicht-europäischen Ländern vertreten ist. Wir arbeiten hauptsächlich für Großkunden und stellen diesen komplexe IT-Systeme und Systemlandschaften bereit.

Was machst du genau in deinem Job?

Ich kläre mit dem Kunden seine Anforderungen an das IT-System und entwickle mit ihm eine Software-Lösung. Anschließend bin ich an der Programmierung und dem Test der Software beteiligt. Zum Schluss muss das System beim Kunden ausgerollt werden. Meine täglichen Tätigkeiten sind Kommunikation mit dem Kunden, Kommunikation mit dem Projektteam in der Firma, Programmierung, Test und Dokumentation. Hier kommt es vor allem auf Genauigkeit und Zuverlässigkeit an.
Die Arbeitszeiten kann ich mir durch Gleitzeit variabel gestalten.

Was findest du ist das Spannendste an deinem Job?

Besonders spannend finde ich, dass ich eigenverantwortlich arbeiten und meine Arbeitsweise selbst gestalten kann. So lange das Ergebnis stimmt, habe ich viele Freiheiten. Außerdem gibt es ständig neue Anforderungen und technische Neuerungen, wodurch der Job sehr abwechslungsreich ist.

War der Job auf deinen Studiengang zugeschnitten?

Der Job ist sehr stark auf ein IT-Studium zugeschnitten. Ein Quereinstieg ist mit einem betriebswirtschaftlichen oder mathematisch/physikalischen Studiengang sicher auch möglich, aber dann sollte man sich während des Studiums mit Programmieren bzw. Informatik beschäftigen und nach Möglichkeit ein paar IT-Kurse belegen.

Was würdest du deinem jüngeren Ich raten?

Ich würde auf jeden Fall den Fokus auf Außeruniversitäres legen und möglichst viel Zeit in Firmenpraktika, ein Auslandssemester und selbstgewählte Projekte legen, die einem für den späteren Beruf etwas bringen. Arbeitserfahrung in Firmen-Praktikas lohnt sich immer um einen Eindruck von der Arbeitswelt zu erhalten. Man kann sich viele Fähigkeiten und Herangehensweisen von Betreuern und Kollegen abschauen. Möglicherweise entdeckt man auch erst durch ein Praktikum, welchen Berufsweg man einschlagen möchte oder besser nicht.

Weitere interessante Werdegänge

Profitiere von den persönlichen Erfahrungen anderer und find auch du deinen Weg

Werdegang von Junior Sports Managerin Werdegang von Unternehmensberaterin, combine Consulting Werdegang von ehem. Vorstand, Frankfurter Allianz Versicherungs-AG Werdegang von Trainee Gesamtbank bei der NORD/LB, Norddeutsche Landesbank Werdegang von International Management, ISM International School of Management Werdegang von Marketing Executive für Deutschland, Packlink.de - Simply shipping