Caro Caro, Redakteurin beim Fernsehen

Redakteurin beim Fernsehen

Caro Caro, Redakteurin beim Fernsehen

Redakteurin beim Fernsehen

Film- und Fernsehen studieren, oder wie kommt man am besten in diese Branche? Caro arbeitet heute als Redakteuerin bei Film- und Fernsehen und liebt dabei vor allem die Abwechslung und den Kontakt zu den verschiedenen Menschen. Wie sie genau dazu gekommen ist, lest ihr hier.

Deine Schulzeit

Was für ein Typ Schülerin warst du?

ich war ein guter bis durchschnittlicher Schüler. Mir lagen Geisteswissenschaften und Sprachen, Naturwissenschaften eher weniger. Ich war in der Schule engagiert und habe gerne Verantwortung übernommen.

Was hast du nach deinem Schulabschluss gemacht?

Nach dem Abi wollte ich eigentlich nach Spanien, aber hatte mich für einen Studienplatz für Frankomedia in Freiburg beworben, den ich erst nicht bekommen habe. Doch dann kam doch die Zusage und ich habe angenommen.

Deine Studienzeit in Freiburg

Bild: Film studieren

Was hast du studiert und wie kam es zu deiner Studienwahl?

Ich kam durch Zufall auf den Studiengang Frankomedia an der Uni Freiburg und fand die Mischung aus Französisch (hatte ich schon seit der 2. Klasse in der Schule), Literatur, Kultur, Medien und Sprachwissenschaft gut. Ich wusste zwar nicht, was ich damit werde würde, aber mir haben die Bereiche gut gefallen.
Ich habe Unterhalt von meinen Eltern bekommen und immer noch nebenher gejobbt. In Unistädten findet man ja meist schnell was.
Als 10 Jährige wollte ich wohl einen Bauernhof haben.

Was genau macht man im Studium?

Das Studium klingt spannender als es ist. Eigentlich ist es eine Art Lehramts- Französisch - Studium mit sehr klassischen Elementen: Französische Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft und Kultur (zB Antike) und dazu eine Brise Moderne: Film- und Medienwissenschaft. Am meisten haben mir die Medienkurse Spaß gemacht. Mir haben immer gut Filmanalysen bzw. Literaturverfilmungen gefallen.
Man kann auch ein Semester ins Ausland gehen. Nach Frankreich oder ins französisch sprachige Ausland. Ich war in Fribourg in der Schweiz, dort kann man auf deutsch oder französisch studieren. Da ich mein Nebenfach Geschichte auf Deutsch machen wollte, kam mir das sehr gelegen.
Praktische Erfahrungen ausser der Sprache werden nicht vorausgesetzt. Aber man bekommt einen Kamerakurs und eine Einführung in Schnittprogramme, die sehr nützlich sind. Ich habe dann auch für das Marketing der Uni gearbeitet und Studierende in Form von Interviews oder Podcasts portraitiert, um die Fächer Studieninteressierten näher zu bringen. Ausserdem habe ich beim Südwestrundfunk als redaktionelle Aushilfe gearbeitet.
Diese praktischen Erfahrungen haben mir immer sehr gut gefallen. Ich mochte die Theorie des Studiums nicht gerne und habe auch nicht gerne Hausarbeiten geschrieben. Am Schluss haben mich auch die praktischen Erfahrungen weiter gebracht. Aber einen Studienabschluss gemacht zu haben, war für meine Karriere sicherlich förderlich. Auch die Sprachkenntnisse haben mir schon weitergeholfen.

Mit welchen Erwartungen hast du damals dein Studium begonnen? Haben sich diese bestätigt?

ich dachte, mein Studium wäre innovativer und praktischer. Es war doch recht klassisch und trocken und nah am Lehramststudium, mit dem man viele Kurse gemeinsam hatte. Aber in Freiburg zu studieren war eine tolle Erfahrung. Wenn man allerdings etwas in Richtung Medien machen möchte, ist das Angebot dort sehr bescheiden. Jobs findet man dort eher nicht.

Dein Job beim Fernsehen als Redakteurin

Bild: Carolina Wolf

Wie kamst du zu deinem jetzigen Job/Wie ist dein Werdegang?

Nach dem Studium habe ich mich für Praktika in Fernsehproduktionen beworben und habe so erst herausgefunden, was ich machen möchte. Tatsächlich hat mich eine Dame der Hochschularbeitsvermittlung vom Arbeitsamt darauf gebracht. Die haben mir einige Portale genannt (dwdl, crew united), auf denen ich Praktika und Stellen gefunden habe. Als Geisteswissenschaftler weiss man oft nicht, wohin mit sich und landet schnell in der PR- Schiene. Nach meinem Praktikum wurde mir ein Volontariat angeboten. Das ist eine ein- bis zweijährige Ausbildung, in der man das Handwerk für die Redaktion kennenlernt: Recherche, Schnitt, Dreh, Konzepte schreiben, Exposés schreiben, Castings machen ... Im Volo verdient man noch sehr wenig, aber es ist gut, eines zu haben. Ich hatte in dem Jahr Volo auch 3 Monate lang ein Seminar einmal die Woche, in dem ich noch vieles gelernt habe.
Am Job selbst hat mir gefallen, dass man sich auf die Menschen einlassen muss, denn man erzählt ihre Geschichte und muss in der Lage sein, ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufzubauen. Gleichzeitig muss man viel organisieren für den Dreh und am Dreh viel mitdenken und Menschen führen können. Im Schnitt ergibt jedes Puzzleteil dann ein komplettes Bild. Mit Musik und Text wird es zum Film. Man ist viel unterwegs auf Dreh und hat oft auch keine geregelten Arbeitszeiten oder Work/Lifebalance. Auch die Überstunden werden nicht bezahlt. Aber wenn dein Protagonist nach Ausstrahlung zufrieden ist und man ihn gut portraitiert hat, ist das ein schönes Ergebnis. Ein gute Dokumentation ist voller Emotionen. Deswegen muss man mit viel Sensibilität an die Menschen herantreten.

Wie sind die Berufschancen mit deinem Studium und wie schwierig ist es deinen momentanen Job zu bekommen?

Ich wusste erst gar nicht, wo hin ich will. Habe mich vorher noch beim Radio und in der PR beworben. Man muss immer erst ein Praktikum machen. Dadurch steigen die Chancen auf Volontariate, die oft gar nicht ausgeschrieben werden. Man sollte aber kein unbezahltes Praktikum machen. Ich dachte immer, in den Medien läuft alles über Beziehungen, aber auch hier gibt es ganz normale Ausschreibungen.

Was macht Dein Unternehmen und wie ist es dort zu arbeiten?

Ich arbeite gerne eigenverantwortlich und organisiere gerne. Auch unter Druck arbeite ich gut.
Ich habe eher in mittelständischen bis kleinen Firmen gearbeitet. Mir sind kurze Kommunikationswege und flache Hierarchien wichtig. Ich will nicht erst 5 Vorgesetzte fragen, bis eine Entscheidung fällt.
Das schöne an meinem Job ist die Vielfältigkeit.
Wir produzieren Dokumentationen und Reportagen für öffentlich- rechtliche und private Fernsehsender.

Was machst du genau in deinem Job?

Ich bin im Büro, recherchiere und organisiere, muss mich mit anderen Beteiligten des Drehs abstimmen oder auf sie zugehen, bin mit einem Kamerateam auf Dreh in ganz Deutschland, bin im Schnitt und stelle eine Sendung fertig. Die Mischung ist mir sehr wichtig. Ich könnte nicht jeden Tag im Büro sitzen und Dinge nur abarbeiten. Aber die Work/Life- Balance ist mir inzwischen auch wichtig geworden und danach wähle ich auch einen Arbeitgeber aus.

Was findest du ist das Spannendste an deinem Job?

Die Menschen, denen man begegnet, denn jeder hat eine Geschichte zu erzählen. Und die Abwechslung, die der Job mit sich bringt.

War der Job auf deinen Studiengang zugeschnitten?

In meinem Studiengang haben wir viel Filmanalyse gemacht, Kameraeinstellungen und Kamerapraxis gelernt, das war schon sehr gut. Auch die Spracherfahrung ist von Vorteil. Wir hatten auch eine Dozentin von Arte.
Es gibt aber auch Menschen, die nicht studiert haben, um redaktionell zu arbeiten. Je nach Sender/ Thema reicht auch eine Begeisterung für Themen oder eine Sensibilität und Flexibilltät. Wer für öffentlich- rechtliche Sender und Themen arbeiten möchte, sollte allerdings auf jeden Fall studieren.

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