Neurowissenschaften! Welches Basis-Studium?

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Hi Maria,

Mein Plan ist es, Neurowissenschaften als Master zu studieren. Welchen Bachelor-Studiengang muss/kann ich davor absolvieren? Soweit ich weiß wird ein Abschluss in Psychologie anerkannt, um danach Neuro 'draufzusetzen',mehr weiß ich jedoch leider nicht. Wäre super wenn mir jemand weiterhelfen kann!
Falls jemand auch plant, den Weg zu gehen, vielleicht schon mitten drin oder kurz vorm Ende ist, wäre ich super froh über ein kleines Feedback!

Liebe Grüße :)

4 Antworten

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Antwort von Maria 25.08.2015 19:47

Hallo Franziska,

Ich hab dasselbe gemacht, d.h., einen Bachelor in Psychologie (LMU) und dann einen Master in Neurowissenschaften (LMU, bzw. GSN, wie sich das Programm dann nennt). Das hat wunderbar funktioniert, aber der Grund war glaube ich, dass ich waehrend meinem Bachelor immer schon viel Forschung gemacht hab, also als HiWi gearbeitet, auf Springs Schools gegangen (Interdisciplinary College of Cognitive Sciences in Guenne am Moehnesee in meinem Fall), Poster vorgestellt und so weiter.

Erkundige dich am besten bei deinem Programm! Und wenn es die Programmkoordinatoren selbst nicht wissen, was ja haeufiger vorkommt, kannst du auch nach alten Studenten suchen (meistens gibt es dafuer ja eine Seite auf der Homepage von dem Programm) und die mal anschreiben. Die Studenten wissen meistens am besten, wer so reingekommen ist und wer nicht und das unterscheidet sich auch deutlich zwischen den verschiedenen Unis. Im Zweifelsfall wuerde ich mich immer an verschiedenen Unis bewerben und versuchen mit "Specials" aufzutrumpfen, also Sachen, die andere nicht gemacht haben, extrakurrikulaere Sachen, zusaetzliche Seminare und so. Und beschreib, WAS du kannst und was du besonder magst! Eine Auflistung von Kursen ist mega langweilig. Du kannst ruhig sagen, dass du dich super mit statistischen Analysen von experimentellen Daten auskennst, eine Regressionsanalyse aus dem Aermel schuetteln kannst und weisst wie eine Faktorenanalyse funktioniert. Und dass du das alles in deinem Forschungspraktikum angewandt hast.

Und noch eine letzte Sache - du hast mich nicht danach gefragt, aber ich erzaehls dir trotzdem, weil mir das passiert ist: Sei dir sicher, ob du wirklich Neurowissenschaften machen willst. Es wird sehr viel um Gene und Proteine und Ionenkanaele und Stammlinien von Voegeln und Froeschen gehen und sehr wenig um Verhalten, sei es in Tieren oder in Menschen. Mir hat das Programm leider nicht gefallen und ich hab nach einem Semester wieder aufgehoert und stattdessen in einem Psychologielabor gearbeitet. (Jetzt mache ich einen PhD an der UC Berkeley in Psychologie, es war also nicht die schlechteste Entscheidung.) Also erkundige dich gut, was dich erwartet! Es koennte 90% Biologie mit 10% Psychologie-Philosphie-Statistik sein!

Viel Erfolg!

Neu ergänzt am 25.08.2015 um 19:47 Uhr

Antwort von Fachschaft Bio 26.08.2015 10:12

Hallo Franziska,

falls du in die experimentelle Neurologie willst, in die Forschung willst, solltest du davor den Bachelor Biologie machen.

Psychologie dient eher der medizinischen Neurologie.

In Göttingen kann man zum Beispiel selbst im Bachelor einen Schwerpunkt auf die Neurologie legen.

Viele Grüße,

Fabian Scheckenbach

Neu ergänzt am 26.08.2015 um 10:12 Uhr

Antwort von Fachschaft Physik 29.08.2015 19:53

Hallo Franziska,

entschuldige die späte Antwort. Leider kann ich deine Frage nicht direkt beantworten. Zum einen da ich nicht weiß welchen Studiengang genau du meinst (Molekulare und Zelluläre Neurowissenschaften oder Kognitive und Integrative Systemneurowissenschaften) und weil von uns niemand diese Studiengänge studiert. Der Fachbereich Physik hat nur einen ganz kleinen Anteil an diesem Studiengang. Die Fachschaften Biologie und Medizin sind da bessere Ansprechpartner.
Allgemein findest du die Antwort auf deine Frage aber in der Studienordnung, die du auf der Webseite des Studiengangs (einfach mal nach googeln) findest. Sollte da nichts konkretes stehen, dann kannst du an die auf der Webseite des Studiengangs angegebene Kontakt-Mailadresse schreiben.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Viele Grüße,

Vanessa

Fachschaft Physik

Neu ergänzt am 29.08.2015 um 19:53 Uhr

Antwort von Fachschaft Psychologie 26.09.2015 15:21

Hallo Franziska,

Psychologie ist für Neurowissenschaften auf jeden Fall kein schlechter Ausgangspunkt, aber es führen natürlich immer mehrere Wege zum Ziel :) Aus meinem Jahrgang (ich habe gerade meinen Bachelor beendet) haben sich definitiv mehrere Studierende in diese Richtung orientiert, sei es mit einem Master in klinischer Psychologie mit neurowissenschaftlichem Schwerpunkt, sei es mit einem spezifischen neurowissenschaftlichen Master. An der LMU gibt es da zum Beispiel den interdisziplinären Master "Neurocognitive Psychology (NCP)" (http://www.psy.uni-muenchen.de/ncp/appl_information/entry_requirements/index.html). Du kannst dir ja mal anschauen, was da so geboten wird. Wie du siehst, kommt man da auch rein, wenn man nicht Psychologie studiert hat, sondern auch Biologie, Medizin, oder etwas vergleichbares. Das wären also prinzipiell auch Studiengänge, von denen aus du dich in die von dir gewünschte Richtung entwickeln kannst.

Grundsätzlich solltest du dir bei der Wahl deines Bachelor-Studiengangs glaube ich deshalb überlegen, mit welchen "zusätzlichen" Inhalten du dich noch am ehesten identifizieren kannst. Neurowissenschaften werden im Regelfall nicht dein einziger Bachelor-Studieninhalt sein und da hilft es bestimmt, sich vorher zu überlegen, ob es dich ansonsten eher zur Biologie, zur Psychologie oder zur Medizin hinzieht - das sind ja durchaus unterschiedliche Fächer ;-)

Liebe Grüße,

Angelika (Fachschaft Psychologie LMU)

Neu ergänzt am 26.09.2015 um 15:21 Uhr