Ingenieurwissenschaften oder Mathematik?

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Hi Matthias,

Ich liebe Mathe, aber möchte später einen Beruf haben indem ich viel rechnen und kreativ sein sollte. (Ich bin sehr gut in Mathematik und Kunst, habe großes Interesse zu verstehen wie Abläufe funktionieren, falls das etwas hilft) Und nun weiß ich nicht was ich studieren soll, Mathematik oder irgend eine Ingenieurwissenschaft, vtl. könnte mir jemand weiter helfen der schon studiert und mir auch evtl. eine Empfelung geben. außerdem wäre es sehr freundlich wenn mir jmd. Bereiche des Mathematikstudiums nennt und etwas dazu schreibt (Was man macht z.B.) Danke im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Florian Dreyhaupt

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Antwort von Matthias 21.09.2015 11:57

Hi Florian,

vorweg: Ich habe Mathematik studiert und promoviere mittlerweile in Statistik. Grundsätzlich ist es schwierig, dir hier eine klare Empfehlung zu geben. Mathematik ist wahnsinnig vielseitig und man muss zum Lösen von Problemen sehr kreativ sein. Allerdings ist das natürlich eine etwas "andere Art" von Kreativität, weil die Sachen, die du "erschaffst", ja reine Gedankenkonstrukte sind. Im Mathestudium ist das Rechnen an sich zweitrangig, es geht vor allem um Beweise, d.h. mit logischen Argumenten Aussagen und Eigenschaften von mathematischen Objekten zu beweisen (wobei ein legitimes und häufig verwendetes Hilfsmittel natürlich trotzdem Rechungen sind).
Der Vorteil an der Mathematik ist, dass du dich sehr wenig festlegst. Du kannst dich im Laufe des Studiums immer noch in Richtung Ingenieurswissenschaften entwickeln (i.d.R. mit einem etwas theoretischeren Ansatz). Oder du beschließt doch eine ganz andere Richtung einzuschlagen (z.B. Biomathematik), das kann man im Vorhinein nie wissen (ich war in der Schule nie ein großer Fan von Stochastik und jetzt promoviere ich in Statistik). Es gibt natürlich auch Disziplinen wie Geometrie, in denen man evtl. in einer gewissen Weise seinen künstlerischen Anspruch befriedigen kann. Umgekehrt ist es definitiv nicht möglich, von Ingenieurwissenschaften zu Mathematik zu wechseln/in diese Richtung zu gehen.
Wenn du aber wirklich "nur" Rechnen möchtest wie in der Schule und Lust auf Sachen wie Konstruktion etc. hast, würde sich ein Ingenieursstudium vermutlich besser anbieten.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen! Falls du noch Fragen hast, stell sie gerne.

Beste Grüße
Matthias

Neu ergänzt am 21.09.2015 um 11:57 Uhr

Antwort von Lena 21.09.2015 15:58

Hi Florian,

Ich habe mein Mathematikstudium abgeschlossen und mache nun gerade mein Referendariat in Mathe und Franz. Was ich dir zum Studium sagen kann, ist dass, ich es sehr theoretisch und trocken fand. Es ging weniger ums "Rechnen" wie ich es aus der Schule kannte, sondern Beweisen stand klar im Vordergrund. Jetzt in der Schule macht es mir wieder wesentlich mehr Spaß, weil ich hier kreativer sein kann! Die Vorlesungen waren bei mir reine Vorträge, in denen ich zugehört habe und mitgeschrieben habe. Als Nachbereitung erledigt man dann sogenannte Übungszettel, die meist wöchentlich abzugeben sind. Später in Hauptseminaren hält man auch mal einen Vortrag.

Die Grundvorlesungen besteht aus Linearer Algebra und Analysis. Damit fängt man in der Regel an. Weitere Bereiche sind die Stochastik, Algebra- und Zahlentheorie, Numerik, Differentialgeometrie usw. Ich finde eigentlich, die Einträge zu den jeweiligen Gebieten auf wikipedia ganz gut. Ich denke, da kannst du dir einen Überblick verschaffen, was die einzelnen Bereiche beinhalten.

Viele Grüße

Lena

Neu ergänzt am 21.09.2015 um 15:58 Uhr

Antwort von Aysun 22.09.2015 19:10

Hallo Florian,

ich studiere Angewandte Mathematik daher kann ich nur zu meinem Studiengang etwas sagen. Die Schwerpunkte des Studiums sind IT und Wirtschaft. Hauptsächlich muss man bei uns programmieren. Rechnen selber tut man kaum später im Beruf. Im Studium rechnet man schon, aber mehr Beweisen als richtig rechnen. Die Meisten Fächer sind Programierlastig sprich C++, Matlab, SAS. Finantmathematische Fächer und wirtschaftsfächer haben wir auch wie zb. Externes/ internes Rechnungswesen. Es gibt viele Fächer die ein Mischmasch aus Analysis und Statistik bzw Stochastik sind. Schulmathematik und Hochschulmathematik sind zwei verschiedene Dinge. Ich find selber mein Studium sehr trocken und Kreativität kann man nicht einbringen. Es gibt auch unterschiede zwischen Uni und Fh was man als Studieninhalt macht.

Da du kreativ bist würd ich sagen Ingenieuwissenschaften wären was eher für dich.

Gruß Aysun G.

Neu ergänzt am 22.09.2015 um 19:10 Uhr

Antwort von FSR MaPHy 30.09.2015 22:51

Hallo Florian,

ich selber studiere nun schon 2 Jahre Mathematik und kann schon einmal sagen, dass es sich sehr von dem was man in der Schule gelernt hat unterscheidet. Mathematik ist eine Wissenschaft der Logik. Das Formelnanwenden von früher gibt es nicht mehr bzw. kaum noch. Man beschäftigt sich mit dem was dahinter steckt. Es geht darum Sachen herzuleiten, zu beweisen. Man baut quasi das Konstrukt auf dem zB die Physik oder die anderen Naturwissenschaften drauf aufbauen. Dein Interesse zu verstehen wie Abläufe funktionieren ist schon einmal sehr gut :D

Es ist eine sehr theoretische Wissenschaft. Unser Werkzeug ist Kopf, Kreide und Tafel ;) Das heißt, wenn du eher Praxis suchst und gerne rumbastelst dann würde ich dir die Physik empfehlen, die ist auch noch sehr Mathelastig und es gibt mehr praktische Tätigkeiten, wie Experimente. Eine Ingineurwissenschaft wäre dann wahrscheinlich noch praktischer mit weniger Mathe.

Beruflich kann ich dir leider noch nicht so viel sagen, da ich selber noch studiere, aber die Jobchancen sollen wohl sehr gut sein.

Hier eine kurze Übericht über die Bereiche:
Analysis: Funktionentheorie und sehr viele wichtige Grundlagen für das Mathestudium.

Geometrie: Hier werden nicht nur einfache geometrische Gegenstände betrachtet sodern auch sehr abstrakte Gebilde. Sachen die man sich normal nicht vorstellen kann.

Stochastik: Die Wissenschaft des Zufalls ;) Ausnahmsweise so wie in der Schule, nur komplexer

Nummerik: "Mathematik am Computer"(?) Man lernt komplizierte Formeln abzuschätzen damit zB auch Computer damit rechnen können

Algebra: Hier lernst du alles mögliche über Zahlensysteme, also wieso es sinnvoll ist, dass 1+1=2 ist.

Das war jetzt mal kurz zusammengefasst was ich so darüber denke

Grüße vom Fachschaftsrat Mathe/Physik an der Uni Potsdam
Lukas :)

Neu ergänzt am 30.09.2015 um 22:51 Uhr

Nachfrage von Florian 07.04.2016 15:56

Danke für deine Antwort, mittlerweile hab ich mir überlegt dass das Mathematikstudium für mich zu trocken klingt. Jetzt bin ich am überlegen ob ich Ingenieurwissenschaften oder Physik studieren soll ( Ich mache dieses Jahr die Zehnte fertig und mach dan noch mein Abitur). Ich hoffe du kannst mir weiterhelfen.

MfG,

Florian

Neu ergänzt am 07.04.2016 um 15:56 Uhr

Antwort von FSR MaPHy 11.04.2016 13:31

Hallo Florian!

Bitte entschuldige die späte Antwort, aber ein großer Teil des Fachschaftsrates war mit auf Frühlingsfahrt (eine der Veranstaltungen, die wir als ehrenamtliche Helfer organisieren), sodass wir uns erst jetzt absprechen konnten. Ich möchte zum Physikstudium in Potsdam Dir eine Antwort schicken, die ich bereits einer anderen Schülerin gegeben habe. Ferner möchte ich Dir die zentrale Studienberatung der Uni Potsdam sowie die Studienfachberatung der Physik sehr empfehlen. Erstere betrifft eher allgemeine Fragen zum Studium und zweitere dann das konkrete Fachstudium. Vereinbare mit Dr. Horst Gebert am besten einen Termin mit Deinen Eltern und stell Deine Fragen zum Physikstudium. Mir hat das seinerzeit extrem geholfen und mir meine Ängste und letzten Fragen vor einem Physikstudium genommen. Physikalische Ingenieurswissenschaften kannst Du nur in Berlin studieren, hier können wir leider nicht weiterhelfen. Nachfolgend dann die o.g. Antwort für eine Schülerin. Frage einfach, sollten noch Dinge unklar sein.

LG Christian

Zuallererst möchte ich Dich auf den Studienführer Physik verweisen, den die Studenten der Unis (so auch Potsdam) selber verwalten und der daher einen guten persönlichen Überblick abseits vom CHE-Ranking und co gibt. Nun aber direkt zu Deine Fragen:

Das Professoren-Studenten-Verhältnis ist spitzenmäßig. Im ersten Semester seid ihr ungefähr 20-40 PhysikstudentInnen, was sich sehr schnell auf um die 20-25 PhysikstudentInnen einpegelt. Da die Physik fast ausschließlich im Institut für Physik unterrichtet wird, triffst Du Deine ProfessorInnen regelmäßig auf den Gängen an und auch sonst haben Profs und Übungsleiter stets ein offenes Ohr für uns.

Potsdam ist eine sehr gemütliche und wunderschöne Stadt. Als Student kann man hier seine Zeit in der Studentenkneipe Pub-à-la-Pub - in welcher wir jeden zweiten Dienstag einen sehr unterhaltsamen Mathe-Physik[=MaPhy]-Stammtisch veranstalten) - oder im Studentenclub NIL verbringen. Beide sind gut erreichbar: Pub in der Nähe vom Hauptbahnhof und NIL am Neuen Palais, einer der drei Haupt-Campi der Uni Potsdam. Weitere Studentenorte sind das Studentische Kulturzentrum (KuZe), die Olga, das Spartacus und viele weitere Kneipen und Bars, die Potsdam so bietet. Das Waschhaus in der Schiffbauergasse ist der größte Club Potsdams, ansonsten bist Du je nach Ziel binnen 30-60 Minuten in Berlin, um die dortigen Clubs unsicher zu machen. ;-)

Der Hochschulsport der Uni Potsdam wurde vor (zwei?) Jahren als bester Hochschulsport Deutschlands ausgezeichnet. Das Angebot ist vielfältig und reicht von Standardtänzen über Kampfsport bis hin zu Volleyball über so ziemlich alles, was das Spektrum hergibt.

Unser Institut und Praktikum sind hervorragend ausgestattet, wurde das Haus doch erst 2008 gebaut. Entsprechend modern und komfortabel ist es hier. Es gibt überall Sitz- und Arbeitsflächen, weiterhin verfügen wir über einen gemeinsamen Aufenthaltsraum der MaPhy-Fachschaft (Du wirst dieser angehören, wenn Du hier Mathematik oder Physik studierst), das Forum Physikum. Hier kannst Du stets ältere SemesterInnen antreffen, quatschen, essen, trinken und Fragen stellen, An dieser Stelle sei auch gleich auf den MINT-Raum verwiesen, der eine betreute Lernhilfe für StudentInnen der MINT-Fächer darstellt. Die Bibliothek bietet mehr als genügend Literatur für uns und hat noch viele viele Kapazitäten (Neubau 2011). Weiterhin kann jeder Student Anschaffungsvorschläge unterbreiten, welche tatsächlich berücksichtigt und oft sogar einige Zeit später umgesetzt werden. Weitere Infos findest Du hier.

Als Physikstudentin wirst Du Dich ausschließlich auf dem Campus Golm (Campus 2) aufhalten, sofern Du nicht Wahlpflichtfächer an anderen Standorten belegst. Golm ist sehr leicht mit mindestens zwei Zügen in der Stunde sowie alle 10-20 Minuten mit einem der Busse 605, 606 oder X5 zu erreichen. Vom Hauptbahnhof Potsdam aus erreichst Du so ziemlich jede Ecke der Stadt in kürzester Zeit mit Straßenbahn, Bus, S-Bahn oder Zug. Studenten der UP können überdies die Fahrräder von nextbike, welche an jedem Campus und überall in der Stadt stehen, jeden Tag nach vorheriger einmaliger Anmeldung bis zu 3 Stunden kostenlos nutzen. Potsdam kann wunderbar mit dem Fahrrad erkundet werden, verfügt also auch über eigene Radwege.

Das Mensaessen schmeckt mir persönlich hervorragend. Du kannst bargeldlos mit Deinem Studentenausweis (PUCK) bezahlen und hast die Wahl aus 4 Essensmöglichkeiten sowie einer Salatbar und einer Nudeltheke. Ein Dessert ist im Preis enthalten. Weitere Infos zu Angebot und Kosten kannst Du hier einsehen.

Die Wohnungssituation ist eher knapp bemessen. Du solltest Dich möglichst früh für einen Platz beim Studentenwerk Potsdam bewerben und kannst dann im Notfall immer noch ablehnen. Solltest Du spät dran sein, so existiert ein Termin, an dem die bis dato noch nicht vergebenen Wohnheimplätze ab 8 Uhr vergeben werden. Du solltest Dich für diese Schlange aber ab 23-0 Uhr einfinden, wenn Du die Erste sein möchtest. ;) Ich habe das mal mit einem Kumpel gemacht, welcher unbedingt in ein bestimmtes Wohnheim wollte. Prinzipiell habe ich in meinem Umkreis die Erfahrung gemacht, dass jeder am Ende einen Wohnheimplatz bekommt, allerdings nicht zwangsläufig dort, wo er oder sie gerne möchte. Jedoch bist Du nicht an die Wohnung gebunden und kannst Dir jedes Semester ein neues Angebot für Dein Wunschwohnheim ausstellen lassen. Die neueren Wohnheim am oder auf dem Campus Golm kosten ca. 220-280€ inkl. eigenem Bad und Küche. Hier gibt es Einzel-, Doppel- und Viererwohngemeinschaften. Die günstigeren Wohnheime auf dem Campus schlagen mit ca. 120-150€ zu Buche. Internet kostet 10€ im Semester und befindet sich auf DSL 10.000-Niveau.

Ach, ja: der FSR MaPhy ist einer der aktivsten Fachschaftsräte der Uni Potsdam und bietet zahlreiche Veranstaltungen zur Einführung (Einführungstutorien,...), zum Kennenlernen (Ersti-Fahrt, Ersti-Grillen,...) und zum Spaßhaben (Kletterpark, LAN-Party, Weihnachtsfeier,...) an. Bei Problemen kannst Du uns jederzeit ansprechen. Gerne heißen wir neue Mitglieder herzlich Willkommen, solltest Du schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben, Dich ehrenamtlich zu engagieren. ;-)

Wer wir sind.

Was wir machen.

Zögere nicht bei noch offenen Fragen und lass es und wissen, ob Du Dich für unsere schöne Uni entscheidest. :P

Neu ergänzt am 11.04.2016 um 13:31 Uhr

Nachfrage von Florian 12.04.2016 08:38

Zum Schluss habe ich dann noch eine Frage, hat man wenn man Physik studiert wie in Mathematik auch ein Nebenfach?

Neu ergänzt am 12.04.2016 um 08:38 Uhr

Antwort von FSR MaPHy 12.04.2016 14:03

Hallo Florian,

nein, das hast Du nicht. Was Du hast, sind Wahlpflichtfächer, in denen Du jeweils zwei andere Fächer wählen musst. In den ersten beiden Semestern musst Du Dich zwischen Chemie, Informatik, Astronomie und Scientific Computing entscheiden. Im 5. und 6. Semester kommen dann naturwissenschaftliche und nicht-physikalische Wahlpflichtfächer hinzu. Schau Dir am besten die Modulhandbücher und Studienverlaufspläne (letztere findest Du unter "Ältere Fassungen") an, um mehr über den Aufbau des Physikstudiums an der UP sowie den Inhalten der Module (Module sind übergeordnete Fächer) zu erhalten.

Darf man fragen, wieso Du Dich bereits in Deinem Alter mit dem Studium beschäftigst? Ist auf jeden Fall reichlich früh. Oder planst Du die Schule überschnell abzuschließen? ;)

LG Christian

Neu ergänzt am 12.04.2016 um 14:03 Uhr

Nachfrage von Florian 12.04.2016 14:25

Nein, ich plane nicht die Schule frühzeitig abzuschließen (trotzdem danke^^). Aber es interessiert mich halt, wie das alles abläuft und so weiter und ich hab halt auch irgendwie denn Zwang, vermutlich da ich noch keine Pläne für die Zukunft hab (außer das ich irgendwas naturwissenschaftliches studieren will) und ich mich dadurch irgendwie unter Druck gesetzt fühle, schon zu planen.

Ich hoffe man kann das nachvollziehen.

MfG,

Florian :)

Neu ergänzt am 12.04.2016 um 14:25 Uhr

Antwort von FSR MaPHy 12.04.2016 14:35

Ahhh, alles klar. Ja, das kann ich sehr gut verstehen. Glaub mir, das Wichtigste ist, dass Du die Studienfachberater der Studiengänge aufsuchst, die Du in Betracht ziehst einmal zu studieren. Sie können Dir wirklich sehr helfen. Weiterhin findet am 10. Juni unser Hochschulinformationstag am Campus Griebnitzsee statt, bei welchem sich StudentInnen aus dem FSR sowie DozentInnen persönlichen Fragen zur Verfügung stellen. Vielleicht werde ich auch selber vor Ort sein und für Physik Fragen beantworten. ;-)

Ebenfalls empfehlen, kann ich das Schnupperstudium Anfang Dezember, für welches Du zwei Wochen von der Schule freigestellt werden würdest.

Auf bald!

LG Christian

Neu ergänzt am 12.04.2016 um 14:35 Uhr

Nachfrage von Florian 12.04.2016 15:42

Da gibts halt ein problem, ich wohne der zeit noch in Chemnitz:(

Neu ergänzt am 12.04.2016 um 15:42 Uhr

Antwort von FSR MaPHy 12.04.2016 16:49

Ah, ich verstehe. Und Du hast dort leider auch keine Ferien, wie ich sehe. Dann versuch das alles (Beratungsgespräch etc) am besten mal irgendwann mit einem Ausflug zu kombinieren. Schadet nie (und ist darüber hinaus sehr interessant) sich mal einen Eindruck von seiner potentiellen neuen Uni zu verschaffen. ;)

Was hindert Dich denn an einem Physikstudium an der TU Chemnitz?

LG Christian

PS: Habe einen Kumpel in Chemnitz, der dort Sports Engineering studiert.

Neu ergänzt am 12.04.2016 um 16:49 Uhr

Nachfrage von Florian 12.04.2016 19:20

Weiß nich was mich daran stört, aber das klang alles schon sehr toll, was du erzählt hast :).

Neu ergänzt am 12.04.2016 um 19:20 Uhr

Antwort von FSR MaPHy 13.04.2016 14:02

Vielleicht zieht's Dich ja einfach in die Ferne. Vielen Dank! :D

Melde Dich jederzeit.

Liebe Grüße

Christian

Neu ergänzt am 13.04.2016 um 14:02 Uhr

Antwort von Magdalena 07.04.2016 12:55

Hallo Florian,

einen Beruf zu finden, in dem du rechnen und kreativ sein kannst, kannst du vermutlich mit beiden Studienvarianten finden. Im Studium selber wirst du allerdings bei Ingenieurwissenschaften wesentlich mehr rechnen als bei Mathematik. Da ich selber noch im Mathestudium bin, kann ich dir allerdings nur dazu etwas schreiben.

Im Mathematikstudium selber rechnet man sehr wenig, höchstens in den ersten beiden Semestern, danach kaum noch. Stattdessen beweist man bestimmte Aussagen.

Wie das Studium genau aufgebaut ist, informierst du dich am besten an deiner Wunschhochschule. In der Regel hört man in den ersten beiden Semestern Analysis, Lineare Algebra und Vorlesungen von deinem Nebenfach. Welche Nebenfächer genau angeboten werden, hängt von der Uni/Hochschule ab, meistens sind es Fächer aus dem Bereich Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Physik, Chemie, Philosophie... hier würde es sich dann für dich anbieten, ein Fach zu nehmen, in dem du möglichst viel rechnen kannst.

Analysis kannst du dir (zumindest zu Beginn) ähnlich vorstellen wie das Analysis aus der Schule, allerdings tiefergehender und im Mehrdimensionalen.

Lineare Algebra hat Ähnlichkeit mit Analytischer Geometrie in der Schule. Hier könnte man (je nach Professor) auch noch etwas rechnen.

Welche Veranstaltungen du dann im weiteren Studienverlauf hast, hängt vom Schwerpunkt der Uni/Hochschule ab. Allerdings sind die Fächer an sich gar nicht so wichtig, wenn es um die Entscheidung für oder gegen ein Mathestudium geht.

Die prinzipielle Struktur ist die, dass du wenige (2-4), dafür sehr große und umfangreiche Vorlesungen hast. Zu jeder Mathevorlesung gibt es (normalerweise) Übungsblätter, die du lösen musst/solltest (je nach Uni/Hochschule). Es ist nur zu empfehlen, sich andere Studenten zu suchen, um mit denen die Übungsblätter gemeinsam zu lösen. Die meiste Zeit im Studium geht für die Bearbeitung der Übungsblätter drauf, dafür lernt man dabei auch am meisten. Es ist ganz normal, wenn man bis zu 8 Stunden an einem Übungsblatt sitzt und an einer Aufgabe halb verzweifelt. Das gehört dazu (außer man gehört zu den richtigen Cracks). Deswegen braucht man eine hohe Frustrationstoleranz, um ein Mathestudium durchzuziehen.

Wenn du denkst, dass du das willst und durchziehen kannst, könnte ein Mathestudium das richtige für dich sein.

Viel Erfolg bei deiner Entscheidung!

Viele Grüße

Magda

Neu ergänzt am 07.04.2016 um 12:55 Uhr