Biotechnologie

Profil von Marie

Hi Martina,

Ich hatte eigentlich vor Biotechnologie zu studieren. Ich habe jetzt aber hinsichtlich der Zukunftschancen in diesem Gebiet nochmal genauer recherchiert und habe herausgefunden, dass sie Jobaussichten auch nach der Promotion sehr niedrig (es gibt fast keine) sind. Lässt sich das bestätigen?

2 Antworten

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Tanja

Antwort von Martina 26.10.2015 19:06

Hallo Marie,

dass es keine/kaum Jobs für promovierte Biowissenschaftler (inkl. Biotechnologen) gibt, ist ein Gerücht (siehe. jobvector.de). Immer diese Unkenrufe... ;). Der Bachelor allein hat tatsächlich geringe Berufsaussichten (wie in den meisten anderen Fächern auch). Hat man den Master in einer Biowissenschaft sind die Jobaussichten besser. Es gibt z.B. bei Pharmazeutischen Unternehmen (dort wo auch Biotechnologen unterkommen) sog. Traineestellen, welche gerade Masteranden nehmen. Weiterhin kann man mit einem MA (tw. BA) als Pharmareferent, Gerätetechniker oder technischer Assistent angestellt werden. Macht einem die Laborarbeit Spaß sollte man lieber eine BTA/MTA/CTA Biotechniker Ausbildung machen anstatt auf einen BA oder MA zu studieren. Hat man einmal promoviert kann man sich als Post-Doc an Unis oder Gesellschaften (Fraunhofer, Max-Planck etc.) anstellen lassen. Hier fällt die Laborarbeit je nach Stelle schon geringer aus. In einer Firma ist man meist Arbeitsgruppenleiter und hat mehr mit dem Papierkram zu tun, kommt aber auf die Stelle an. Tw. ist man davor auch noch einmal Trainee. Grundsätzlich ist zu sagen, dass eine Biowissenschaft mit Ingenieursschwerpunkt noch einmal besser dasteht (Medizintechnik o. ä.) aber auch hier meist erst mit dem Master. Als Promovierter hat man eher, das Problem in seinem Lieblingsgebiet eine Stelle zu finden. Hier ist grundsätzlich zu Überlegen ob man als Heimatverbundener bereit ist am anderen Ende von Deutschland zu arbeiten. Zudem gehört bei der Jobsuche auch immer etwas Glück dazu. Es ist durchaus normal nach der Promotion ein Jahr nach einer passenden Stelle zu suchen. Will man an die Uni sind die Stellen tatsächlich rar. Grundsätzlich ist bei der Studienentscheidung für eine Biowissenschaft wichtig ob einem das Themengebiet Spaß macht und man mit Leidenschaft dabei bleiben kann. Wenn dies der Fall ist, hat man auch das nötige Durchhaltevermögen an den Job zu kommen den man möchte. Für eine schnelle, steile Karriere mit großem Gehalt sind die Biowissenschaften jedoch tendenziell ungeeignet, außer man ist ein absoluter Überflieger. Grundsätzlich würde ich dir eine Studienberatung an einem Biologischen oder Biotechnologischen Lehrstuhl empfehlen. Die können dir v.a. bei möglichen Berufsfeldern weiterhelfen und welcher Weg hierfür am geeignetsten ist.
Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

Viele Grüße

Martina

Neu ergänzt am 26.10.2015 um 19:06 Uhr

Antwort von Tanja 26.10.2015 19:33

Hi Marie! Ich selber bin bald fertig mit dem Master und auf der Suchr nach einem Job. Daher hab ich mich damit gerade aktuell beschäftigt ;) Hierbei hängen deine Chancen ganz klar von deinem Abschluss ab sowie ob du in die Industrie willst oder an die Uni. In der Industrie gibt es gerade großen Bedarf an promovierten Leuten sowie Bachelorn. Masteranden sind derzeit eher weniger gesucht, was aber immer auf die Firma ankommt. An der Uni ist meines Wissens nach nicht so viel Nachfrage an Bachelorn. Die suchen meistens Doktoranden, Postdocs und technische Assistenten. Mit einer Promotion ist es eigtl nich schwer in der Industrie was zu finden. Jedoch muss man bedenken, dass die Gebiete in denen Biotechnologie gefragt ist eher im Süden Deutschlands liegen. Bayern. Baden Württemberg. Oder dann wieder in Berlin. Dort gibt es auch sehr viele kleine Unternehmen die gerne Master nehmen :) Ich hoffe ich konnte dir helfen. Du kannst auch mal bei academics oder jobvector online schauen was so gesucht wird. Das sind Onlineportale die man gezielt nach Jobs in der Biotech- Branche filtern kann. Jedoch ist die Branche allgemein eine mit Zukunft. Krank werden die Menschen immer daher wird auch immer weiter daran geforscht. Liebe Grüße, Tanja
Neu ergänzt am 26.10.2015 um 19:33 Uhr