Was macht man mit Germanistik?

Profil von Carina

Hi Dennis,

Ich würde eigentlich sehr gerne Germanistik studieren, nur bin ich ziemlich ratlos, was ich später damit machen soll. Könntest du vielleicht kurz beschreiben, was du für Zukunftspläne hast und was Kommilitonen von dir mit Germanistik anfangen wollen? Und am besten auch noch allgemein zum Studium, was macht dir am meisten Spaß, was findest du am schwierigsten und hättest du so nicht erwartet; wie ist Bochum als Stadt zum Studieren?

1 Antwort

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Dennis

Antwort von Dennis 11.06.2014 21:29

Hey Emily, gerne versuche ich dir deine Fragen zu beantworten.
Meine persönlichen Zukunftspläne sind relativ schnell erklärt: Ich möchte Lehrer werden. Ich denke, dass das auch der Beruf ist, den die meisten Leute mit dem Fach Germanistik ausüben möchten. Jedoch kann man schon hier sagen, dass das Zweitfach ein Fach sein sollte, welches z.B. nicht Geschichte oder Erdkunde ist. Denn sonst wird es hinterher schwierig, eine Stelle zu bekommen (das wird uns zumindest immer gesagt und man kann es auch u.a. nachlesen im Internet).
Generell solltest du aber das studieren, was dich interessiert. Aber natürlich sind die möglichen Berufsaussichten auch ein wichtiger Faktor, keine Frage.
Einige Kommilitonen, die nicht das Ziel Lehramt vor Augen haben, antworten entweder mit "Ich möchte irgendwas mit Medien machen" oder "Ich weiß noch nicht". Andererseits gibt es auch einige, die ein klares Ziel haben: Z.B. als Trainer in Unternehmen und anderen Einrichtungen im Rahmen von Rhetorikkursen oder sie möchten Redakteur werden und arbeiten bereits für eine Tageszeitung. Da du im Studium, zumindest in Bochum - das hängt immer von der Universität ab - deinen Fokus relativ frei legen kannst - je nachdem, was dich interessiert - kannst du dich so schon gut vorbereiten. Niemals vergessen solltest du aber Praktika und auch andere Fähigkeiten (Softskills). Darauf wird auch immer wieder hingeweisen, wie wichtig die sind. Soweit ich weiß, gibt es an vielen Universitäten die Möglichkeit, zusätzliche Kurse zu belegen, um bestimmte Softskills zu schulen. In Bochum ist das, wie ich finde, sehr gut gelöst. So mache ich momentan einen Kurs zur Website-Programmierung sowie einen Sprachkurs.

Mir persönlich am meisten Spaß am Germanistik-Studium macht mir die erwähnte Schwerpunktwahl: Ich bevorzuge klar die Linguistik (Sprachwissenschaft), während ich die Literaturwissenschaft überhaupt nicht mag. Du musst außerdem deinen Stundenplan selbst zusammenstellen und kannst, in der Hoffnung man bekommt alle Kurse, nach deinen Interessen die Kurse wählen - jeweils zu Themen, die dich interessieren.
So richtig schwierig finde ich ehrlich gesagt ... nichts. Okay, du musst schon alles selbst organsieren. Natürlich gibt es Anlaufstellen, aber die Planung des Studiums macht jeder für sich. Damit haben einige Studierende Probleme. Wenn du das aber hinbekommst, dann brauchst du dir keinen Kopf machen.
Du wirst - vor allem in Bochum - sehr gut in das Studium der Germanistik eingeführt. Zu Beginn des Semesters gibt es ein einmal die Starthilfe-Tutorien (dort wird dir die Uni gezeigt, die Stundenplanerstellung erklärt und du kannst schon erste Kontakte knüpfen) sowie im Laufe des Semesters Tutorien, die dir die Arbeitstechniken vermitteln. Ich selbst habe als Starthilfe-Tutor mitgewirkt zu Beginn des Semesters - nachdem ich selbst damals teilgenommen habe - und es gab ein sehr positives Feedback. Also der Einstieg in das Studium ist nichts, wovor man Angst haben muss! :)

Da ich nicht direkt in Bochum wohne, sondern weiter weg, kann ich dir nichts zur Wohnraumsituation sagen. Was ich dir sagen kann jedoch ist, dass es dort einige Aktivitäten gibt. Von Clubs über Bars bis hin zum Theater, in welches wir RUB-Studierende kostenlos hingehen können, da wir eine Theater-Flatrate haben. Das ist eine wirklich super Sache!

Ich hoffe ich habe jetzt erst einmal nichts vergessen. Bei weiteren Fragen, kannst du natürlich einfach weiterhin fragen!

Neu ergänzt am 11.06.2014 um 21:29 Uhr