Mit was genau beschäftigt man sich denn während der Arbeit in den verschiedenen Bereichen der Psychologie?

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Hi Sascha Schwarz,

ich bin die Lena.

Das Feld der Psychologie interessiert mich schon total lange und ich habe mir auch schon des öfteren überlegt dieses Fach zu studieren. Eigentlich habe ich mich auch schon wirklich gut darüber informiert und kenne durchaus die verschiedenen Berufsfelder. Was mich jedoch davon immernoch abhält das wirklich zu machen ist trotz der ganzen Infos die ich mittlerweile gesammelt habe, die Unklarheit was man denn dann genau in dem Beruf macht. Also klar was man als Psychotherapeut in einer Praxis/Klinik macht, kann ich mir schon ziemlich genau vorstellen. Aber gerade in den anderen Feldern, etwa Arbeits- und Organisationspsychologie, Umweltpsychologie, Rechtspsychologie, etc.... Geht es in diesen Berufsfeldern dann vorweg darum zu forschen oder Gutachten zu schreiben? Denn das wäre für mich weniger passend.

Danke schonmal für deine Antwort!

Liebe Grüße

Lena

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Antwort von Sascha Schwarz 07.08.2014 14:40

Das ist in der Tat sehr heterogen. Generell ist es beim Studium (vs. Ausbildung) so, dass man für sehr heterogene Berufsfelder qualifiziert wird.

Ich persönlich kenne Psychologen, ...

... die in Reha-Kliniken Entspannungsverfahren durchführen und erste diagnostische Gespräche führen

... die in (z.T.) eigenen Praxen (nach abgeschlossener Therapieausbildung) psychologische Psychotherapie durchführen

... die in großen Unternehmen Personalauswahl betreiben

... in Versicherungen sitzen, und dort die Prämien für KFZ-Versicherungen berechnen

... in schulpsychologischen Beratungsstellen sitzen, und dort Anlaufstelle sind für Lehrer, Eltern und Schüler, um z.B. abzuklären, ob ein Kind eine Leseschwäche hat

... in Kliniken neuropsychologische Tests durchführen, um zu prüfen, wie stark die Aufmerksamkeit nach einem Verkehrsunfall gestört ist, und ob eine Therapie zu einer Verbesserung der Aufmerksamkeit führt

... bei der Agentur für Arbeit Testverfahren entwickeln, mit denen Schülerinnen und Schüler die für sie passenden Berufe finden können

... in Universitäten arbeiten und dort forschen und lehren

... in Marktforschungsinstituten arbeiten und dort Verbraucherumfragen erstellen und durchführen

... in Gefängnissen therapeutisch arbeiten (nach abgeschlossener Therapieausbildung) und begutachten, ob dort Inhaftierte eine Haftverkürzung bekommen können

etc., etc. ...

Was man beruflich im Bereich Umweltspsychologie macht weiß ich allerdings nicht.

Nicht desto trotz illustriert diese Vielfalt, dass man als Psychologe immer dort einen Job / eine Nische findet, in der es darum geht, menschliches Erleben und Verhalten zu beschreiben, zu erklären und ggf. zu verändern, wobei die meisten Jobs m.E. im Bereich "Diagnostik" liegen (und somit in der Beschreibung und der Erklärung).

Neu ergänzt am 07.08.2014 um 14:40 Uhr

Antwort von Isabella 07.08.2014 15:54

Hallo Lena,

leider kann ich dir da auch eher nicht so gut helfen. Allerdings denke ich nicht, dass es vor allem ums Forschen geht. Als A- und O- Psychologe beschäftig man sich viel mit Stress und Arbeitsbedingungen, natürlich erforscht man die auch, man entwicklet aber auch Verfahren um das Arbeitsklima zu verbessern. Ich denke man kann sich aber auch nur mit Interventionen beschäftigen. Das ist dann ähnlich wie ein Therapeut, nur dass es eben darum geht einer Gruppe zu helfen ihre Leistungen zu verbessern.

Generell noch ein Tipp: nur weil dir ein paar Richtungen eines Faches nicht gefallen heisst das ja nicht, dass man es nicht studieren muss. Es gibt viele Möglichkeiten als Psychologe zu arbeiten ohne zu forschen.

Allerdings nehem ich stark an, dass man in ziemlich jedem Bereich Gutachten und Berichte schreiben muss.

Im Studium selber musst du auch viele Studien durchführen und Berichte schreiben.

Ich hoffe es hat dir wenigstens ein bisschen geholfen,

Liebe Grüße

Isabella

Neu ergänzt am 07.08.2014 um 15:54 Uhr

Antwort von Esther 07.08.2014 19:17

Liebe Lena,

schön, wenn du dich für die Psychologie interessiert. Du weißt ja schon ganz gut bescheid darüber, welche Felder es gibt. Mein Bereich ist auch eher die klinische Psychologie, darum kann ich dir zu den anderen Feldern auch nur das berichten, was ich so weiß, aber du liegst ganz richtig mit deiner Einschätzung, dass es da auch um Forschung und Gutachten gehen kann.

In der Arbeits-/Organisationspsychologie kommt zusätzlich hinzu, dass man z.B. in der Personalauswahl/-entwicklung tätig sein kann, aber auch z.B. damit beschäftigt werden kann, wie Arbeitsplätze gut gestaltet werden können (einerseits z.B. ergonomisch aber auch von der Anforderungen). Dieser Bereich ist neben der Klinischen Psychologie der größte, also auch sehr vielfältig und sicher nicht nur Gutachten schreiben :). Du kannst aber auch ganz gut ergoogeln, was sich hinter den einzelnen Bereichen verbirgt. Auf folgendem Link, wenn du nach unten scrollst, findest du auch Einiges zu den Berufsfeldern: http://www.psychologie.uni-freiburg.de/studium.lehre/studieninteressierte/was_ist_das

Wenn du noch besser wissen möchtest, wie du dir das vorstellen kannst ist ein Praktikum im entsprechenden Bereich natürlich klasse oder einfach mal mit Leuten zu sprechen, die bereits in dem Bereich tätig sind.


Viel Erfolg und viele Grüße

Esther

Neu ergänzt am 07.08.2014 um 19:17 Uhr

Antwort von Hanna 08.08.2014 00:07

Hallo liebe Lena!

Ich bin nicht sicher, ob ich dir eine zufriedenstellende Antwort schicken kann, weil ich mich vor allem für den Bereich der Klinischen Psychologie interessiere. Ich kann dir aber auf jeden Fall sagen, was wir zu den anderen Bereichen (von denen wir einige im Studium behandelt haben) bezüglich der Arbeit in den jeweiligen Berufen erfahren haben. Arbeits- und Organisationspsychologie ist zum Beispiel ein Bereich, den viele Psychologen schwerpunktmäßig wählen und dort auch arbeiten. Hier geht es dann in der Praxis darum, Testverfahren zur passenden Erfassung von Bewerbern zu entwickeln, Fragebögen zu Berufszufriedenheit etc. zu erstellen oder auch bei Assessment Centern leitend und bewertend tätig zu sein. Man ist also bei der Auswahl, Entwicklung und Förderung von Arbeitnehmern beteiligt. Das ist nicht nur Forschen, sondern auch praktisches Anwenden. Der Bereich der Pädagogischen Psychologie scheint mir (nach dem was ich in Seminaren und Vorlesungen so mitbekommen habe) etwas theoretischer zu sein und hängt viel mit der Evaluation und Verbesserung der Lehre sowie der Optimalen Unterstützung von Lernenden zusammen. Hier spielt das Entwickeln von Fragebögen auch eine große Rolle. Rechtspsychologie hatten wir leider nicht konkret im Studium. Die Arbeit besteht aber auf jeden Fall unter anderem aus der Erstellung von Gutachten für Gerichtsverfahren und der Beratung von Polizisten etc.

Wie du siehst, kann ich dir zu den Bereichen außerhalb der Klinischen Psychologie leider nicht so viel sagen... Ich hoffe, ein wenig Aufschluss konnte ich dir trotzdem geben. Da die Anwendungsfelder der Psychologie so breit gefächert sind, kannst du aber sicher sein, dass du nicht damit endest, nur trockene Gutachten zu verfassen oder zu forschen. Ich habe dir die Internetadresse der Deutschen Gesellschaft für Psychologie rausgesucht, auf der die einzelnen Berufsfelder nochmal beschrieben werden. Ich hoffe, dir bringt das etwas: http://www.dgps.de/index.php?id=258

Mir macht das Studium auf jeden Fall sehr viel Spaß und obwohl ich von Beginn an sicher war, in den Bereich der Klinik zu wollen, konnten mich auch die anderen Richtungen reizen und ich bin auch nicht der große Forscher :) Von daher kann ich dir eigentlich nur empfehlen, es dir mal anzuschauen, vor allem, wenn es dich schon länger interessiert. Dann findest du sicher auch nach dem Studium einen Beruf, der dir Spaß macht und zu dir passt.

Wenn du noch weitere Fragen hast, melde dich gerne bei mir! :)

Liebe Grüße,

Hanna

Neu ergänzt am 08.08.2014 um 00:07 Uhr

Antwort von Laura 08.08.2014 11:02

Hi Lena, also im Bereich der Arbeits und Organisationspsychologie kann man z.B. in die Unternehmensberatung gehen, d.h. du gehst als externer Berater zu verschiedenen Unternehmen und gibst diesen Tipps, wie sie z.b. effizienter arbeiten oder besser mit ihrem Personal umgehen oder den Profit steigern. Dere Job ist ziemlich stressig und hart umkämpft. Weiterhin kannst du in die Personalauswahl, das ist eigentlich so das gängigste. Man arbeitet in bestimmten Personalauswahlfirmen und dient als externer Berater. Unternehmen engagieren dich also, wenn sie einen Pool von Bewerbern haben und wissen wollen, welcher am besten zum Unternehmen passt. Du organisierst dann sogenannte Assessment Center und führst die ganzen Gespräche und solche Sachen um eben am Schluss den besten Bewerber auszuwählen. Weiterhin kannst du dich auf Arbeitszufriedenheit oder Gesundheit am Arbeitsplatz spezialisieren, das ist in den letzten Jahren ziemlich im kommen. Was es da im Moment außer der Forschung noch für berufsfelder gibt, weiß ich gar nicht so genau, aber im Moment spielt die Forschung da eine sehr große Rolle. Forschung ist immer ein sehr großes Berufsfeld in der Psychologie. Aber auch bei z.B. der Bundeswehr oder Polizei sind Psychologen beshcäftigt, wenn es darum geht, geeignete Bewerber auszuwählen. Bei der Rechtspsychologie geht es wirklich vorwiegend um Gutachten (oder eben auch um Forschung). Man bekommt verschiedene Fälle wie z.b. Straftäter, Erziehungsfähigkeit, Sorgerechtsstreit etc. Und du sollst dann eben ein Gutachten verfassen, über z.b. Die Schuldfähigkeit eines Straftäters oder bei welchem Elternteil ein Kind besser aufgehoben ist. Bei der Umweltpsychologie weiß ich es ehrlich gesagt auch nicht so wirklich, der Bereich ist nich nicht wirklich populär. Aber ich denke da wird es auch größtenteils um die Forschung gehen.. Es gibt noch den Bereich der Neuropsychologie, aber der besteht auch aus Forschung. Außer du arbeitest in einer neuropsychologischen Praxis. Dort untersucht man z.b. die Arbeitsfähigkeit nach Unfällen bei Personen. Bei der Pädagogischen Psychologie kannst du z.B. in Schulen arbeiten als Berater für Lehrer, Eltern und Schüler. Oder in die Erwachsenenbildung gehen (was jedoch auch wieder größtenteils Forschung ist). Oft werden pädagogische Psychologen auch als Berater für Erwachsene oder in speziellen Beratungszentren eingesetzt. Bei der Verkehrspsychologie geht es auch größtenteils um Forschung, aber auch um solche Sachen wie die "Idiotentests" in der Führerscheinstelle. Es gibt schon viele Berufsfelder, aber man muss echt bedenken, dass viel in Richtung Forschung geht. Auch während des Studiums ist (je nach Uni) alles sehr forschungsorientiert. Viele Grüße Laura
Neu ergänzt am 08.08.2014 um 11:02 Uhr

Antwort von Dustin 08.08.2014 15:43

Hi Lena,

was Umwelt- und Rechtspsychologie angeht kann ich dir leider nicht viel sagen.

Im A&O-Bereich, in den ich auch will, kann man natürlich auch forschen. Letztendlich hast du aber durch dein breites Studium die Chance in den verschiedensten Berufsfeldern zu landen. Vom Unternehmensberater, der mit Wirtschaftswissenschaftlern zusammenarbeitet und zB strategische Planung betreibt, bis zum festangestellten Personaler in einer großen Firma, der sich um Personalentwicklung oder Personalauswahl kümmert, ist echt alles möglich. Du bist halt oft für "Schnittstellen" verantwortlich, Menschen mit Geräten (Apps, Computerprogramme und Webseiten), Menschen mit anderen Menschen in Abhängigkeit von Positionen, Gruppenprozessen bei Arbeitschschritten aber auch individuelle Ebenen wie zB Wie setzt man Mitarbeitern Ziele die sie motivieren. Eine andere Ecke wäre dann noch Richtung Marketing zu gehen oder für Headhunting und Talentmanagement an Hochschulen zu betreiben. Oder du kombinierst das mit Gesundheitspsychologie und schaust wie du den Arbeitsplatz so gestalten kannst, dass man möglichst lange/gesund arbeiten kann...Wie du merkst sind die Möglichkeiten wirklich breit gestreut.

Letztendlich wärst du in einem Job im A&O Bereich oft eher "Angestellter", der mit seinem Fachwissen Aufgaben erledigt und nicht in der eigenständigen Therapeutenrolle wie im klinischen Bereich. Ich würde dir immer raten ein Praktikum zu machen, wenn dich etwas besonders interessieren solltest.

Ich hoffe die Antwort hat dir etwas geholfen. Nur Forschen und Gutachten schreiben ist es auf keinen Fall!

Liebe Grüße,

Dustin

Neu ergänzt am 08.08.2014 um 15:43 Uhr

Antwort von Lea 10.08.2014 14:56

Hi,

ich selber will auf jeden Fall Psychotherapie machen, werde aber trotzdem versuchen, dir deine Fragen so gut wie möglich zu beantworten ;) Also in der Arbeitstag- und Organisationspsychologie arbeitet man hauptsächlich in der Personalauswahl und -verwaltung. Das heißt, man wählt zum Beispiel Tests aus mit denen neues Personal ausgewählt wird. Man kann auch Unternehmen beraten etwa im Bezug auf sinnvolle Förderung von Mitarbeitern oder zu möglichen Freizeitangeboten oder Schichtverteilungen.

In der Rechtspsychologie erstellt man hauptsächlich Gutachten zum Beispiel über Unzurechnungsfähigkeit oder für MPUs, also wenn Menschen ihren Führerschein wegen Alkohol am Dteuer verlieren.

Mit Umweltpsychologie kenne ich mich leider nicht aus.

Man kann allerdings wirklich auch in vielen Bereichen an der Uni bleiben und forschen.

War das in etwa das, was dich interessiert hat?

Sonst frag ruhig nochmal nach ;)

Liebe Grüße, Lea

Neu ergänzt am 10.08.2014 um 14:56 Uhr

Nachfrage von Lena 12.08.2014 13:54

Danke für deine Antwort :)

Darf ich dich fragen wie du dazu gekommen bist Psychologie zu studieren und ob dir dein Studium immernoch gefällt?

Würdest du sagen deine Erwartungen bezüglich dessen was man später im Beruf als Psychologe macht (falls du schon praktika gemacht hast oder schon fertig studiert hast) wurden eingehalten oder hast du dir das anders vorgestellt?

Die Antwort der oben genannten Frage deutet ja doch schon eher daraufhin, dass man es außerhalb des klinischen Bereichs überwiegend mit Büro- und Schreibtischarbeit zu tun hat, viel evaluiert, Projekte entwickelt, auswertet, plant, überprüft etc. Meistens stellt man sich jedoch bei Psychologie schon vor, dass man vorallem auch viel mit Menschen zusammen arbeitet und mit ihnen kommuniziert. ist das denn tatsächlich so ein Trugschluss?

Und wie sieht es denn aus mit den Masterplätzen. Oft liest man dann in Foren solche Horrorgeschichten darüber, dass es in Psychologie zusätzlich wahnsinnig schwer ist einen Masterplatz ( vor allem in Klinischer Psychologie) zu ergattern und man dann wieder vor der Barriere des NC steht. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen so, welchen Bachelor NC benötigt man denn um einen guten Masterplatz zu bekommen?

Falls du vorhast in den Klinischen Bereich zu gehen, wie finanzierst du dir die teure Psychotherapeuten Ausbildung? Und ortschritte, dass diese Ausbildung vielleicht in Naher Zukunft nicht mehr so teuer und schwer zu bekommen sein wird oder tut sich in dieser Hinsicht relativ wenig auf?

Oft habe ich auch schon gelesen, dass in Psychologie (wie ja eigentlich auch in so gut wie fast jedem Studienfach :D) zu viel ausgebildet wird. Es sprich zu viele Bachelorabsolventen und später dann Masterabsolventen gibt für die es dann schlussendlich keine Verwendung gibt, da die Nachfrage nach so vielen Psychologen doch nicht so groß ist. Stimmt das? Und wie ist der Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt?

Und ist es während des studiums möglich Praktika in den Semesterferien zu machen? Da ich das schon von Freunden kenne, die an der Uni studieren, dass man noch während der Vorlesungsfreien Zeit ständig Prüfungen schreibt oder so viele Hausarbeiten, dass eben für ein Praktikum überhaupt keine Zeit mehr bleibt.

Ich weiß das sind jetzt doch nochmal einige Fragen geworden. Ich hatte eigentlich gar nicht vor so viele zu schreiben.

Es wäre super lieb, wenn du mir zu ein paar Fragen ein paar Tipps und Antworten geben könntest.

Schonmal danke :)

Liebe Grüße Lena

Danke für deine ausführliche Antwort :)

also sind meine Befürchtungen was die Forschungsarbeit angeht nicht umsonst gewesen.

Würdest du sagen deine Erwartungen bezüglich dessen was man später im Beruf als Psychologe macht (falls du schon praktika gemacht hast oder schon fertig studiert hast) wurden eingehalten oder hast du dir das anders vorgestellt?

Die Antwort der oben genannten Frage deutet ja doch schon eher daraufhin, dass man es außerhalb des klinischen Bereichs überwiegend mit Büro- und Schreibtischarbeit zu tun hat, viel evaluiert, Projekte entwickelt, auswertet, plant, überprüft etc. Meistens stellt man sich jedoch bei Psychologie schon vor, dass man vorallem auch viel mit Menschen zusammen arbeitet und mit ihnen kommuniziert. ist das denn tatsächlich so ein Trugschluss?

Darf ich dich fragen wie du dazu gekommen bist Psychologie zu studieren und ob dir dein Studium immernoch gefällt?

Und wie sieht es denn aus mit den Masterplätzen. Oft liest man dann in Foren solche Horrorgeschichten darüber, dass es in Psychologie zusätzlich wahnsinnig schwer ist einen Masterplatz ( vor allem in Klinischer Psychologie) zu ergattern und man dann wieder vor der Barriere des NC steht. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen so, welchen Bachelor NC benötigt man denn um einen guten Masterplatz zu bekommen?

Falls du vorhast in den Klinischen Bereich zu gehen, wie finanzierst du dir die teure Psychotherapeuten Ausbildung? Und gibt es Fortschritte, dass diese Ausbildung vielleicht in Naher Zukunft nicht mehr so teuer und schwer zu bekommen sein wird oder tut sich in dieser Hinsicht relativ wenig ?

Oft habe ich auch schon gelesen, dass in Psychologie (wie ja eigentlich auch in so gut wie fast jedem Studienfach :D) zu viel ausgebildet wird. Es sprich zu viele Bachelorabsolventen und später dann Masterabsolventen gibt für die es dann schlussendlich keine Verwendung gibt, da die Nachfrage nach so vielen Psychologen doch nicht so groß ist. Stimmt das? Und wie ist der Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt?

Und ist es während des studiums möglich Praktika in den Semesterferien zu machen? Da ich das schon von Freunden kenne, die an der Uni studieren, dass man noch während der vorlesungsfreien Zeit ständig Prüfungen schreibt oder so viele Hausarbeiten, dass eben für ein Praktikum überhaupt keine Zeit mehr bleibt.

Ich weiß das sind jetzt doch nochmal einige Fragen geworden. Ich hatte eigentlich gar nicht vor so viele zu schreiben.

Es wäre super lieb, wenn du mir zu ein paar Fragen ein paar Tipps und Antworten geben könntest.

Schonmal danke :)

Liebe Grüße Lena

Oh tut mir leid, da hab ich wohl doppelt abgeschickt.

Danke für deine ausführliche Antwort :)

also sind meine Befürchtungen was die Forschungsarbeit angeht nicht umsonst gewesen.

Würdest du sagen deine Erwartungen bezüglich dessen was man später im Beruf als Psychologe macht (falls du schon praktika gemacht hast oder schon fertig studiert hast) wurden eingehalten oder hast du dir das anders vorgestellt?

Die Antwort der oben genannten Frage deutet ja doch schon eher daraufhin, dass man es außerhalb des klinischen Bereichs überwiegend mit Büro- und Schreibtischarbeit zu tun hat, viel evaluiert, Projekte entwickelt, auswertet, plant, überprüft etc. Meistens stellt man sich jedoch bei Psychologie schon vor, dass man vorallem auch viel mit Menschen zusammen arbeitet und mit ihnen kommuniziert. ist das denn tatsächlich so ein Trugschluss?

Darf ich dich fragen wie du dazu gekommen bist Psychologie zu studieren und ob dir dein Studium immernoch gefällt?

Und wie sieht es denn aus mit den Masterplätzen. Oft liest man dann in Foren solche Horrorgeschichten darüber, dass es in Psychologie zusätzlich wahnsinnig schwer ist einen Masterplatz ( vor allem in Klinischer Psychologie) zu ergattern und man dann wieder vor der Barriere des NC steht. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen so, welchen Bachelor NC benötigt man denn um einen guten Masterplatz zu bekommen?

Falls du vorhast in den Klinischen Bereich zu gehen, wie finanzierst du dir die teure Psychotherapeuten Ausbildung? Und gibt es Fortschritte, dass diese Ausbildung vielleicht in Naher Zukunft nicht mehr so teuer und schwer zu bekommen sein wird oder tut sich in dieser Hinsicht relativ wenig ?

Oft habe ich auch schon gelesen, dass in Psychologie (wie ja eigentlich auch in so gut wie fast jedem Studienfach :D) zu viel ausgebildet wird. Es sprich zu viele Bachelorabsolventen und später dann Masterabsolventen gibt für die es dann schlussendlich keine Verwendung gibt, da die Nachfrage nach so vielen Psychologen doch nicht so groß ist. Stimmt das? Und wie ist der Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt?

Und ist es während des studiums möglich Praktika in den Semesterferien zu machen? Da ich das schon von Freunden kenne, die an der Uni studieren, dass man noch während der vorlesungsfreien Zeit ständig Prüfungen schreibt oder so viele Hausarbeiten, dass eben für ein Praktikum überhaupt keine Zeit mehr bleibt.

Ich weiß das sind jetzt doch nochmal einige Fragen geworden. Ich hatte eigentlich gar nicht vor so viele zu schreiben.

Es wäre super lieb, wenn du mir zu ein paar Fragen ein paar Tipps und Antworten geben könntest.

Schonmal danke :)

Liebe Grüße Lena

Danke für deine ausführliche Antwort :)

Darf ich dich fragen wie du dazu gekommen bist Psychologie zu studieren und ob dir dein Studium immernoch gefällt?

Würdest du sagen deine Erwartungen bezüglich dessen was man später im Beruf als Psychologe macht (falls du schon praktika gemacht hast oder schon fertig studiert hast) wurden eingehalten oder hast du dir das anders vorgestellt?

Die Antwort der oben genannten Frage deutet ja doch schon eher daraufhin, dass man es außerhalb des klinischen Bereichs überwiegend mit Büro- und Schreibtischarbeit zu tun hat, viel evaluiert, Projekte entwickelt, auswertet, plant, überprüft etc. Meistens stellt man sich jedoch bei Psychologie schon vor, dass man vorallem auch viel mit Menschen zusammen arbeitet und mit ihnen kommuniziert. ist das denn tatsächlich so ein Trugschluss?

Und wie sieht es denn aus mit den Masterplätzen. Oft liest man dann in Foren solche Horrorgeschichten darüber, dass es in Psychologie zusätzlich wahnsinnig schwer ist einen Masterplatz ( vor allem in Klinischer Psychologie) zu ergattern und man dann wieder vor der Barriere des NC steht. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen so, welchen Bachelor NC benötigt man denn um einen guten Masterplatz zu bekommen?

Falls du vorhast in den Klinischen Bereich zu gehen, wie finanzierst du dir die teure Psychotherapeuten Ausbildung? Und ortschritte, dass diese Ausbildung vielleicht in Naher Zukunft nicht mehr so teuer und schwer zu bekommen sein wird oder tut sich in dieser Hinsicht relativ wenig auf?

Oft habe ich auch schon gelesen, dass in Psychologie (wie ja eigentlich auch in so gut wie fast jedem Studienfach :D) zu viel ausgebildet wird. Es sprich zu viele Bachelorabsolventen und später dann Masterabsolventen gibt für die es dann schlussendlich keine Verwendung gibt, da die Nachfrage nach so vielen Psychologen doch nicht so groß ist. Stimmt das? Und wie ist der Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt?

Und ist es während des studiums möglich Praktika in den Semesterferien zu machen? Da ich das schon von Freunden kenne, die an der Uni studieren, dass man noch während der Vorlesungsfreien Zeit ständig Prüfungen schreibt oder so viele Hausarbeiten, dass eben für ein Praktikum überhaupt keine Zeit mehr bleibt.

Ich weiß das sind jetzt doch nochmal einige Fragen geworden. Ich hatte eigentlich gar nicht vor so viele zu schreiben.

Es wäre super lieb, wenn du mir zu ein paar Fragen ein paar Tipps und Antworten geben könntest.

Schonmal danke :)

Liebe Grüße Lena

Neu ergänzt am 12.08.2014 um 13:54 Uhr

Antwort von Lea 27.08.2014 23:28

Hi,

sorry, dass du so lange auf meine Antwort warten musstest. Ich war im Urlaub ;)

Also mal eins nach dem anderen: Praktika kann man sowohl in den Semesterferien als auch während des Semesters machen und man muss zum Beispiel an der Uni MÜnster 12 Wochen Praktikum absolvieren, deshalb habe ich schon ein bisschen was gesehen. Da ich gerne in den klinischen Bereich gehen will, habe ich ir vor allem diesen angeschaut. Dabie entspricht ein Psychotherapeut schon so ziemlich meiner Vorstellung eines Psychotherapeuten, nur dass es starke Unterschiede zwischen den verschiedenen Behandlungsbereichen gibt. Verhaltenstherapeuten sind zum Beispiel sehr Verhaltensorientiert und es geht weniger um vergangene Erfahrungen oder zum Beispiel die Rolle der Eltern als bei Psychoanalytikern und Tiefenpsychologen.

Ich denke, in der Arbeits- und Organisationspsychologie hat man tatsächlich nicht übermäßig viel mit Menschen zu tun, in der Pädagogischen Psychologie kann man ja zum Beispiel Bratungen oder Seminare durchführen und hat dann schon viel Kontakt zu Menschen.

Ich selber hab grade den Bachelor an der WWU Münster abgeschlossen und hoffe jetzt auf einen Masterplatz an der selben UNi. Tatsächlich kann ich diesen mit einem Bachelorschnitt von 1,8 nur mit Glück bekommen, einen sicheren Platz an einer guten Uni hat man nur mit einem Schnitt von etwa 1,2 oder 1,3. Zumindest für einen klinischen Master. Dafür ist es allerdings auch normal, dass viele Bacherlorstudiengänge Psychologie einen Notendurchschnitt von 1, irgendwas haben. Die gesamte Notenskala ist einfach sehr nach oben verschoben.

Was die Ausbildung zur Psychotherapeutin angeht, habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht sonderlich viele Gedanken gemacht, habe aber gehört, dass man in seltenen Fällen auch ein anständiges Ausbildungsgehaöt bekommt ;)

Letztendlich gibt es im Moment einen riesgen Markt für Psychologen, auch wenn ich natürlich nicht weiß, wie lange das noch so sein wird. Vor allem als fertig ausgebildeter Psychotherapeut hat man, denke ich aber noch eine Weile einen Arbeitsplatz sicher.

Liebe Grüße, Lea

Neu ergänzt am 27.08.2014 um 23:28 Uhr

Antwort von Fachschaft Psychologie 17.08.2014 14:32

Hallo Lena,

schön, dass du dich für unser Fach interessierst :)

Grundsätzlich ist Psychologie - was du ja auch schon erkannt hast - ein Studienfach, bei dem man kein ganz klares Berufsbild hat, sondern ziemlich viele Möglichkeiten, was man nach seinem Studium machen kann. Aber mal ganz ehrlich: Wo ist das heutzutage nicht so? :) Wie du auch schon ganz richtig gesehen hast, gibt es neben der Arbeit als PsychotherapeutIn noch viele andere Möglichkeiten, was man als Psychologe/Psychologin machen kann. Das hängt vor allem von deiner Spezialisierung im Studium ab und von Ausbildungen, die du danach absolvierst (z.B. als Coach oder Mediator).

Ein großes Feld, in dem sich PsychologInnen außerhalb der klinischen Berufe betätigen, ist Arbeits- und Organisationspsychologie. Viele PsychologInnen arbeiten dabei im Bereich Personalwesen, vor allem im Bereich der Personalentwicklung, im Recruiting oder z.B. im Bereich Wissensmanagement. Auch in der Organisationsentwicklung / Change Management finden sich PsychologInnen, allerdings gibt es da weniger Stellen. Im Marketing sind neben Kommunikationswissenschaftlern und Designern auch vereinzelt PsychologInnen beschäftigt, die sich v.a. mit Werbepsychologie und Verkaufsstrategien beschäftigen. Unternehmensberatungen stellen auch ganz gern PsychologInnen ein, vor allem wegen der methodischen Kenntnisse, die sie aus ihrem Studium mitbringen. Man kann sich im Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie auch ganz gut selbstständig machen, zum Beispiel als (Business) Coach oder MediatorIn. Du siehst schon, wie vielfältig hier die Möglichkeiten sind. Es ist recht schwierig, da zu sagen, wie dein Arbeitsalltag konkret aussehen wird. Forschen musst du bestimmt in den meisten Stellen nicht, wenn du das nicht willst (am ehesten noch im Bereich Werbepsychologie), Gutachten und Berichte schreiben wird sich schätzungsweise nicht ganz umgehen lassen. Zu deinen Aufgaben wird es v.a. im Bereich Coaching / Personalpsychologie / Unternehmensberatung auch vor allem gehören, Seminare / Workshops zu unterschiedlichsten Themen zu halten.

Als RechtspsychologIn wird sich das Gutachtenschreiben mit Sicherheit nicht umgehen lassen. Egal, ob es sich um Straf- oder Familien- oder sonstiges Recht handelt, besteht deine Aufgabe als Rechtspsychologin darin, Gutachten zu schreiben, die im Prozess als Grundlage für die Urteilsbildung verwendet werden.

Mit Umweltpsychologie kenne ich mich persönlich gar nicht aus (deshalb lasse ich mich darüber lieber nicht aus). Berufsfelder, die mir spontan aber noch einfallen, sind der ganze Bereich Mensch-Maschine-Interaktion und Beratungsstellen. Im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion versuchst du, die Interaktion zwischen Menschen und Maschinen zu verbessern. Wie das genau aussieht, hängt sehr von der einzelnen Fragestellung ab. Das Berufsfeld ist allerdings - wie du dir schon denken kannst - relativ forschungslastig. Ein Bereich, der ein bisschen in Richtung Klinik geht, sind psychologische Beratungsstellen (z.B. Suchtberatung). Da berätst du Klienten, die mit ihren Problemen zu dir kommen, und rätst ihnen, was sie in ihrer Situation machen können (z.B. bei Sucht Selbsthilfegruppen besuchen oder eine Entziehungstherapie machen). Ich denke mal, dass du dabei auf jeden Fall auch Gutachten schreiben musst, aber das hängt bestimmt vom einzelnen Arbeitsplatz ab.

Liebe Grüße,

Angelika (Fachschaft Psychologie, LMU)

Neu ergänzt am 17.08.2014 um 14:32 Uhr

Antwort von Gerald 19.08.2014 07:27

Hallo Lena,

schön, dass du dich für Psychologie interessierst! Ich kann dir nur einen ganz kurzen Einblick geben, es gibt aber gute Überblicke über die Studienfächer. Beispielsweise im Zeit Studienführer.

Natürlich ist die klinische Psychologie das bekannteste Arbeitsfeld der Psychologen, aber auch die anderen sind sehr praktischer Natur. Erst einmal muss gesagt werden, dass Gutachten schreiben auf jeden Fall dazu gehört. Diagnostik genau wie Evaluation ist ein wichtiges Gebiet in der Psychologie, egal ob es Leistungsdiagnostik (am Bekanntesten der Inteligenztest) oder Diagnostik im klinischen Bereich ist, da wirst du nicht drum herum kommen, jedenfalls ist das in Frankfurt so. Dass ist aber nichts Schlimmes und ich denke dass dies in anderen Studienfächern ähnlich ist.

Natürlich kannst du in allen Feldern auch forschen. Es ist aber auch praktischer. In der Arbeits und Organisationspsychologie geht es beispielsweise um Personalplanung, Personalauswahl, aber auch um Arbeitsstress, Mobbing und Organisationsstrukturen, für die Konzepte erarbeitet werden sollen, und auch praktisch in der Personalauswahl z.B. selbst durchgeführt werden (Einstellungsgespräche oder -tests bspw.).

In der Pädagogischen Psychologie geht es um Lernen in der gesamten Lebensspanne. Da geht es um Schulpsychologie (Beratung und Leistungsdiagnostik, Lernschwierigkeiten usw.). Aber auch um Aus- und Weiterbildung genauso wie Coaching im Erwachsenenalter zu organisieren und durchzuführen. Im Studium ist es natürlich alles theoretischer am Anfang, aber ich denke der Praxisbezug wird auch deutlich.

Zur Rechts- und Umweltpsychologie kann ich leider weniger sagen, da nur Rechtspsychologie etwas gestreift wird und Umweltpsychologie nicht vorkommt, also als genau benanntes Fach. Von diesen Erfahrung kann ich zur Rechtspsychologie sagen, dass es natürlich darum geht Personen einzuschätzen und auf die Wahrheit von Aussagen einzugehen, genau wie Gesprächsführung zu können und damit auch um Gutachten im SInne der Einschätzung von Personen auf ihre Zurechnungsfähigkeit (klinische und Leistungsdiagnostik)

Ich hoffe dir konnte das etwas helfen. Ist nur ein kurzer Überblick, wie gesagt ein paar Studienführer werden das genauer behandeln.

Liebe Grüße

Gerald

Neu ergänzt am 19.08.2014 um 07:27 Uhr

Antwort von Kristian 01.09.2014 16:20

Hallo Lena,

naja, es kommt drauf an (sagt der Psychologe immer:).

Einerseits gibt es die Forschung und die Lehre, wo Du wissenschaftlich arbeitest. Da kannst DuDich in jedem beliebigen Bereich austoben: A&O, Sozialpsychologie, Kognitionspsychologie, Allgemeine, Neurowissenschaften, Markt- und Werbepsychologie, Methodenlehre und Statistik. Wenn man sich für die freie Wirtschaft entscheidet, wird es etwas komplexer, denn jeder Job sieht anders aus. Du kannst im Unternehmen in der Personalabteilung arbeiten und für die Bewerberselektion oder aber die Mitarbeiterentwicklung verantwortlich sein; oder Du arbeitest als Marktforscherin und konzipierst Product Clinics und Usability-Studien; oder Du machst Unternehmensberatung im Bereich des Change Managements; oder machst Teambuildings und Teamentwicklung; oder machst Dich selbständig als Beraterin (Lebensberaterin, Familienberaterin, ...). Als Psychologe kann man so viele Sachen machen. Überall, wo psychologische Kompetenzen gefragt sind (Stichwort: Statistik und/oder Menschen und ihr Verhalten), kann man angestellt werden.

Hast Du konkrete Vorstellungen? Wie kann ich noch helfen?

LG

Kristian

Neu ergänzt am 01.09.2014 um 16:20 Uhr

Antwort von Patrick 13.10.2014 14:34

Hallo Lena,

zuerst entschuldige ich mich für die sehr sehr späte Antwort an dich.

Ich werde versuchen, deine Frage so gut es geht zu beantworten. Wie du selbst schon erwähnt hast, ist die Berufswelt der Psychologie sehr vielfältig.

Es gibt natürlich viele Bereiche in der Psychologie in der geforscht werden. Auch das Schreiben von Gutachten fällt in vielen Berufsfeldern an. Aber das sind natürlich nicht die einzigen Bereiche in denen man arbeiten kann.

Gerade im Bereich, ABO Psychologie kann man in vielen Bereichen seinen Dienst verrichten. Hier geht es zum Beispiel um die Personalauswahl, Coaching von Mitarbeitern, Entwicklungen im Bereich Arbeitschutz usw.

Ähnlich im Bereich Wirtschaftspsychologie hast du Felder im Bereich Marktforschung, Marketing und Werbung. Natürlich sind das auch hier nicht alle Bereiche.

Im Bereich Rechtspsychologie erstellst du zum Beispiel Gutachten für Familiengerichte, also zum Sorge- und Umgangsrecht bei Scheidungs- oder Misshandlungsfällen bzw. Familien mit Pflegekindern sowie über die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen. Weiterhin begutachtest du im strafrechtlichen Bereich zur Frage der Schuldfähigkeit die Persönlichkeitsstruktur von Straftätern und erstellst Prognosen über das zu erwartende kriminelle Verhalten von Straftätern.

Als Verkehrspsychologe fällt einem natürlich erstmal die Tätigkeit als MPU Psychologe ein. Aber auch das ist hier nicht alles. Du kannst natürlich auch in den Bereichen Beratung, Prävention und Intervention tätig sein. Auch hier gibt es natürlich viele weitere Felder.

Ich empfehle dir aber die Seite www.bdp-verband.de (Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen). Hier kannst du dich genauer über die einzelnen Fachgruppen informieren. Es gibt doch auch den Bereich der Studierenden. Hier gibt es auch noch einige hilfreiche Links zum Thema.

Ich weiß, dass ist jetzt keine genaue Antwort, aber ich hoffe es hilft ein wenig. Solltest du noch Fragen haben, meld dich einfach nochmal. Diesmal werd ich dann auch schneller reagieren.

Liebe Grüße,

Patrick

Neu ergänzt am 13.10.2014 um 14:34 Uhr