Studium Ökotrophologie in Hamburg .. Ja oder Nein?!

Profil von Sandy

Hi Lena Thyra,

Ich hab mal eine Frage zum Studium Ökotrophologie an der Hochschule in Hamburg!

Zurzeit studiere ich International Relations and Management in Regensburg, Bayern, was ich suuuper langweilig finde.

Mein Traum war es schon immer Ernährungswissenschaften zu studieren und wirklich jeden den ich frage und der schon mal in Hamburg war, meint, es sei mit die schönste Stadt überhaupt in Deutschland!
Daher hatte ich mir überlegt mich in Hamburg zu bewerben.. Da ich dort noch nie war und mich dementsprechend null auskenne, wollte ich mal fragen, was du denn so vom Studiengang hälst, vom Campus usw.

Ich hatte damals schon echt viel Spaß an Chemie in der Schule und finde alles was mit Ernährung zu tun hat super interessant. Nur leider war ich nie wirklich gut in Mathe und Physik.. Daher hab ich da so meine Zweifel, da ich gelesen hab, dass das Studium am Anfang schon recht Mathe und Physik lastig ist.. Was meinst du denn?

Ich habe gehört, dass Hamburg recht teuer ist und dass das Studium sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.. Daher wollt ich fragen, ob es überhaupt möglich is, sich einen Mini Job zu suchen um sich Wohnung, Studium etc. zu finanzieren!

Vielen lieben Dank im Voraus!!

Sandy : )

1 Antwort

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Lena Thyra

Antwort von Lena Thyra 05.04.2015 14:04

Hallo Sandy,

Hamburg ist definitiv eine der schönsten Städte der Welt :-)
Die Nähe zum Wasser, der Hafen, die vielen Parks, die Elbe und der Elbstrand, viele spannende Stadtteile mit ganz eigener Atmosphäre, ganz zu Schweigen von den Leuten und dem Kiez/ der Reeperbahn/ der Partyszene - alles gute Gründe nach Hamburg zu gehen!
Nun, zumindest ist das meine Meinung, ich komme aus dem Norden und lebe schon ziemlich lange in Hamburg.

Ich habe mich damals aus unterschiedlichen Gründen für diesen Studiengang entschieden und habe meinen Weg darin gefunden. Da sich das Ziel nicht unbedingt von vorneherein festlegen lässt (wie zum Beispiel bei einem Grundschullehrer für Mathe und Sport, der ja von Anfang an seinen Weg und sein Ziel kennt), sollte man trotz Vorstellungen flexibel sein, was das Ökotrophologie-Studium angeht. Damit meine ich, dass sich trotz Ideen und Vorstellungen alles noch ändern kann während des Studiums, da es so viele verschiedene Bereiche abdeckt und interessante Perspektiven bietet.
In den ersten drei Semestern ist das Studium sehr Naturwissenschafts-lastig, da muss man leider durch. Aber der Bezug zu Ernährung ist von Anfang an da (auf wissenschaftlicher Ebene!), und spätestens ab dem 3. Semester sieht man die Zusammenhänge. Außerdem gibt es für Fächer wie Chemie, Physik und Mathe auch Tutorien, die in jedem Fall helfen, und vor allem auch in den Laborpraktika Chemie und Physik arbeitet man immer zu zweit und kann sich unterstützen.
Am Anfang hatten sicher einige meiner Mitstudenten hin und wieder ihre Zweifel, genauso wie ich. Aber ich denke, das ist normal und passiert Dir in jedem Studiengang.

Hast Du schon darüber nachgedacht, wofür Du das Studium nutzen willst, also was Du danach machen willst?

Zum Campus:
Die einzelnen Fakultäten der HAW sind in ganz Hamburg verteilt. Das bedeutet nicht, dass man während der Vorlesungen den Stadtteil wechseln muss.
Aber man sollte wissen, dass das Department Ökotrophologie/ Fakultät Life Sciences in Hamburg-Bergedorf ist. Je nachdem, wo man in Hamburg wohnt, ist man dann schon mal 1-1,5 Stunden (pro Weg von Haustür zu Haustür) unterwegs. Das kann manchmal nerven, bietet aber auf der anderen Seite auch Zeit zum Lernen, Abschalten, Quatschen.
Der Campus in Bergedorf ist ganz schön, mit Terrasse, tollem Café und guter Mensa. Die Labore sind weitestgehend auf dem neusten Stand, die Bibliothek vor Ort hat alles, was man an Infos braucht. An dieser Fakultät werden 8 Studiengänge angeboten, so sieht man auch mal andere Studis (insgesamt sind knapp 4.000 hier). Einige Vorlesungen und Seminare finden gemeinsam mit den Gesundheitswissenschaftlern statt.
Und Bergedorf als Stadtteil ist auch sehr schön und bietet alles für nette "Freistunden" (Schwimmbad, Einkaufszentrum, gute Eisdiele, Cafés etc.)

In Bezug auf die Finanzierung des Studiums:
Obwohl das Studium viel Zeit in Anspruch nimmt, hat man trotzdem Zeit für einen Nebenjob. Studentenjobs sind ja in der Regel sehr flexibel, so dass man Arbeitszeiten gut vereinbaren und mit dem Arbeitgeber absprechen kann. Es gibt auch an der HAW interessante Jobs, zum Beispiel könntest Du ab einem höheren Semester als Tutorin für die Erstsemester arbeiten, falls das für Dich in Frage kommt.
Für weitere Infos: http://www.haw-hamburg.de/studium/finanzen-foerderung.html

Die Stadt ist zwar eine der teuersten in Deutschland in Bezug auf die Mieten, aber für Studenten gibt es auch Wohnheime, die zentral gelegen sind, und reichlich Wohngemeinschaften in allen Stadtteilen.
Wenn man sich als "Neuling" allerdings in Bergedorf und Umgebung eine WG/ Wohnung sucht, um einen kurzen Weg zur Hochschule zu haben, fühlt man sich manchmal etwas weit ab vom Schlag. Denn das eigentliche Hamburger Leben spielt sich mehr in der Innenstadt ab, und gefeiert wird hauptsächlich in den Stadtteilen Altona/Ottensen, St. Pauli, Sternschanze und dem Univiertel! Also besser dort in eine WG ziehen ;-)
Auf dieser Seite findest Du einige Infos: http://www.haw-hamburg.de/studium/campusleben/wohnen-in-hamburg.html

Auch wenn Du Hamburg noch nicht kennst:
Während der Orientierungswoche (die erste Woche der Erstsemester) gibt es eine Reihe von Veranstaltungen rund um das Studium und Hamburg, da lernt man seine Mitstudenten kennen und auch die Stadt (Stadtrallye, Kneipentour, Erstsemester-Party etc.). Das ist jedes Semester gut organisiert!
Und solltest Du unsicher sein, ob Du in den Norden wechseln sollst, dann besuche die Stadt und guck Dir auch den Campus an!


Ich hoffe, meine Antwort war hilfreich für Dich!
Hier findest Du noch eine Frage von Pia (und meine Antwort) zum Studiengang Ökotrohologie in Hamburg, vielleicht ist auch diese Antwort nützlich: http://campus-compass.eu/de/question/expert/answer/1266?6

Alles Gute für Deine Entscheidung!
Lena

Neu ergänzt am 05.04.2015 um 14:04 Uhr